15. clubaward: Hamburgs Clubszene feiert Vielfalt, Engagement und Zukunft

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Am 22. Januar 2026 kam die Hamburger Club- und Veranstaltungsszene zur 15. Ausgabe des clubawards in der Fabrik in Altona zusammen. Die jährlich von der Behörde für Kultur und Medien geförderten Auszeichnungen werden vom Clubkombinat Hamburg e. V. vergeben. Insgesamt wurden zehn Preise verliehen: Sieben davon bestimmte eine Expert:innenjury mit hohem FLINTA*-Anteil, ein Preis wurde von einer Fachjury mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt vergeben, zwei weitere von den Vorständen des Clubkombinats sowie der Hamburger Clubstiftung.

Preisträger:innen des clubawards 2025 im Überblick

Bester Club 2025: Hafenklang
Top 3 Nominierte: Golden Pudel Club, Hafenklang, Molotow

Beste:r Veranstalter:in 2025: HAYAT.Sounds
Top 3 Nominierte: BeyondBorders, HAYAT.Sounds, Pastanaga e. V.

Beste Nachwuchsförderung 2025: Hafenklang
Top 3 Nominierte: Golden Pudel Club, Hafenklang, Molotow

Bestes Konzert 2025: Klangkosmos Festival – Knust, 14. Juni 2025
Top 3 Nominierte:
Efterklang – Pop Seasons, Christianskirche, 17. Januar 2025
Klangkosmos Festival – Knust, 14. Juni 2025
Z.S.K. Kinderkonzert – Docks, 29. November 2025

Beste Clubnacht 2025: Pastanaga e. V. – MS Stubnitz, 8. November 2025
Top 3 Nominierte:
GhostShip – MS Stubnitz, 15. Oktober 2025
HAYAT.Sounds – MOJO Club, 26. April 2025
Pastanaga e. V. – MS Stubnitz, 8. November 2025

Bestes Festival – klein, aber fein 2025: Aalfest – Am Aalhaus
Top 3 Nominierte: Aalfest – Am Aalhaus, CMD Queer Spektakel, Off the Radar dezentral

Bester neuer Club 2025: Turtur
Top 3 Nominierte: Bandhaus Hamburg, NICA Jazzclub, Turtur

Weitere Auszeichnungen

Sonderpreis 2025: Frauenmusikzentrum e. V.
Ehrenpreis 2025: Birgit Reuther
Beste Initiative „Zukunft feiern“ 2025: Millerntor Gallery
Nominierte: Elbdeich e. V., Fabrique im Gängeviertel, Millerntor Gallery, Pooca Bar

Lieblingsclub 2025: Bambi Galore
Public Voting Top 3:

  1. Bambi Galore

  2. NICA Jazz Club

  3. Turtur

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Die Verleihung des 15. clubawards

Rund 600 Gäste aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Medien nahmen an der Jubiläumsausgabe des clubawards teil. Durch den Abend führte ein Moderationsduo aus einer Journalistin und einem Schauspieler. Musikalisch ergänzt wurde die Preisverleihung durch Live-Auftritte von Quincy aus dem inklusiven Künstler:innen-Netzwerk barner16 sowie einer female-fronted Rock’n’Roll-Punk-Band.

Der Senator für Kultur und Medien betonte in seinem Grußwort, dass Hamburgs Clubkultur nicht nur für musikalische Leidenschaft stehe, sondern auch für eine klare gesellschaftliche Haltung zugunsten von Vielfalt und gegen Diskriminierung. Mit dem clubaward wolle man dieses Engagement würdigen und die Szene insbesondere in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten weiter stärken.

Auch die Vorsitzende des Clubkombinat Hamburg e. V. hob hervor, dass die 15. Verleihung beispielhaft für die Bedeutung eines vielfältigen Club- und Veranstaltungsangebots sei. Clubs seien ein zentraler Bestandteil der kulturellen Infrastruktur Hamburgs und trügen maßgeblich dazu bei, die Stadt als bedeutenden Livemusikstandort zu positionieren. Zugleich wies sie darauf hin, dass die Szene weiterhin mit existenziellen Herausforderungen konfrontiert sei. Die Vergabe eines Preises für den besten neuen Club verdeutliche Mut und Durchhaltevermögen der Akteur:innen. Besonders kleinere Spielstätten mit vielfältigem Programm und starkem Engagement für Nachwuchsförderung erfuhren durch die diesjährigen Auszeichnungen eine hohe gesellschaftliche Anerkennung. Clubs schafften Räume für Teilhabe, stärkten die Nachtökonomie und leisteten einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität sowie zur demokratischen Kultur – auch über Hamburg hinaus.

Engagement, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung

Ein besonderer Fokus lag erneut auf Nachhaltigkeit, Diversität und Geschlechtergerechtigkeit. In der Kategorie „Beste Initiative Zukunft feiern“ entschied sich eine Fachjury aus Vertreter:innen verschiedener Nachhaltigkeitsnetzwerke für die Millerntor Gallery. Der Sonderpreis, vergeben von der Hamburger Clubstiftung in Kooperation mit dem Clubkombinat, ging an das Frauenmusikzentrum Hamburg, das seit 1987 FLINTA*-Personen Räume für musikalische Entwicklung, Vernetzung und Empowerment bietet. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit in der Hamburger Livemusikszene gewürdigt.

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Der Ehrenpreis wurde in diesem Jahr an eine freie Journalistin, Texterin und Moderatorin vergeben, die sich seit Jahrzehnten intensiv mit Pop- und Clubkultur beschäftigt und deren gesellschaftliche Relevanz kontinuierlich sichtbar macht.

Solidarisches Ticketing und Förderung der Clubkultur

Im Rahmen der Awardshow wurde zudem der ClubEuro symbolisch übergeben. Durch einen Euro pro verkauftem Ticket konnte erneut eine Rekordsumme erzielt werden: 126.221 Euro stehen nun für den Erhalt und die Förderung der Hamburger Clublandschaft zur Verfügung. Ermöglicht wurde dies durch das solidarische Engagement der Mitglieder des Clubkombinats sowie durch Kooperationspartner aus dem Ticketing-Bereich.

Die Umsetzung des clubawards wurde auch 2025 von der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert. Zusätzlich stellte die Behörde für Kultur und Medien für sieben Kategorien ein Preisgeld von jeweils 1.000 Euro bereit.

Nachhaltigkeit, Awareness und Unterstützung

Der clubaward setzte bereits zum dritten Mal auf ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept, das soziale, ökologische und ökonomische Aspekte berücksichtigte. Dazu zählten eine ressourcenschonende Produktion, veganes und regionales Catering, Upcycling-Awards, der Verzicht auf umfangreiche Printmaterialien sowie die Empfehlung zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ein Awareness-Konzept und ein entsprechendes Team sorgten zudem für einen respektvollen und sicheren Rahmen während der Veranstaltung.

Unterstützt wurde der 15. clubaward von zahlreichen Partner:innen aus Wirtschaft und Kultur. Neben Sach- und Geldspenden trugen langjährige Förderer sowie ein veganes Catering-Angebot zur gelungenen Aftershow bei.

Über das Clubkombinat Hamburg e. V.

Mit rund 190 Mitgliedern zählt das Clubkombinat Hamburg zu den größten Interessenverbänden der deutschen Livemusikszene. Als Bindeglied zwischen Pop- und Subkultur sowie etablierten Clubs setzt sich der Verband branchenübergreifend für bessere Rahmenbedingungen ein. Ziel ist es, die Vielfalt der Hamburger Livemusiklandschaft sichtbar zu machen und ihre Bedeutung als kultureller und gesellschaftlicher Resonanzraum nachhaltig zu stärken.

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Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Hamburg/Veröffentlicht am 23.01.2026

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