In den nächsten Wochen beginnt erneut die saisonale Wanderung zahlreicher Amphibien. In Bereichen mit besonders hoher Aktivität werden gezielte Maßnahmen umgesetzt, die sowohl dem Schutz der Tiere als auch der Sicherheit im Straßenverkehr dienen.
Mit steigenden Temperaturen machen sich im Frühjahr viele Tausend Amphibienarten – darunter Frösche, Kröten, Molche und Salamander – auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Dabei müssen sie häufig Straßen überqueren und sind dort erheblichen Risiken ausgesetzt. Besonders betroffen sind Arten, die jedes Jahr zu ihrem Geburtsgewässer zurückkehren, um sich fortzupflanzen. Diese ortstreuen Tiere folgen einem festen Wanderverhalten, das bei Temperaturen ab etwa vier bis fünf Grad Celsius einsetzt und durch Regen zusätzlich verstärkt wird.
Obwohl Amphibien unter besonderem Schutz stehen, stellt der Straßenverkehr eine ernstzunehmende Gefahrenquelle dar. Mit zunehmendem Verkehrsaufkommen sinken ihre Überlebenschancen deutlich. Deshalb werden in Gebieten mit regelmäßig starkem Wanderaufkommen Schutzvorkehrungen eingerichtet. Diese sollen Kollisionen vermeiden und gleichzeitig die Verkehrssicherheit gewährleisten. Eine angepasste und vorausschauende Fahrweise ist dabei entscheidend.
In Stuttgart konzentrieren sich die Maßnahmen unter anderem auf die Waldgebiete rund um den Rot- und Schwarzwildpark, die Waldebene Ost, die Scharnhauser Straße, Teile von Möhringen sowie das Naturschutzgebiet Unteres Feuerbachtal mit angrenzenden Hangwäldern. Dort kommen feste Leitsysteme mit speziellen Durchlässen für Amphibien sowie verkehrsrechtliche Anordnungen zum Einsatz. Die entsprechenden Abschnitte sind durch das Gefahrenzeichen zur Amphibienwanderung gekennzeichnet.
Zusätzlich errichtet das Garten-, Friedhofs- und Forstamt an mehreren Standorten temporäre Schutzzäune. Ehrenamtliche Kräfte kontrollieren diese Strecken täglich und helfen den Tieren beim sicheren Überqueren der Straßen. Die Maßnahmen werden jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund umgesetzt. Interessierte können sich direkt an die zuständige Organisation wenden, um die Arbeit zu unterstützen.
Während der Hauptwanderzeit kommt es in bestimmten Bereichen nachts zu Straßensperrungen, um die Sicherheit für Mensch und Tier zu erhöhen. So wird im Naturschutzgebiet Unteres Feuerbachtal die Verbindung zwischen Zazenhausen und Mühlhausen zeitweise geschlossen. Auch der öffentliche Nahverkehr passt in dieser Zeit einzelne Linienführungen an. Die jeweiligen Termine werden über die offiziellen Informationskanäle bekannt gegeben.
Weitere lokale Einschränkungen betreffen unter anderem Waldgebiete, ausgewählte Zufahrten sowie verschiedene innerstädtische Straßen. In einzelnen Abschnitten gilt während der Wanderperiode eine reduzierte Höchstgeschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde.
Von Februar bis Mai wird allen Verkehrsteilnehmenden besondere Aufmerksamkeit empfohlen. Vor allem bei feuchter Witterung ist mit verstärkter Wanderaktivität zu rechnen. Langsames Fahren und Rücksicht auf ehrenamtliche Helfende tragen wesentlich dazu bei, die jährliche Amphibienwanderung möglichst sicher zu gestalten. In Einzelfällen kann es sinnvoll sein, alternative Routen zu wählen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Stuttgart/Veröffentlicht am 03.02.2026 und wurde mithilfe von KI bearbeitet.