Das aus Stuttgart stammende Projekt „Nachtboje“, das Menschen nachts verlässliche Anlaufstellen bietet, wenn sie Unterstützung benötigen, wird künftig auch in Bielefeld umgesetzt. Ziel ist es, das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum zu stärken und niedrigschwellige Hilfe sichtbar zu machen. Ergänzend dazu sorgt das verwandte Konzept „Wasenboje“ bei Großveranstaltungen wie dem Frühlingsfest und dem Cannstatter Wasen für geschützte Rückzugsorte, insbesondere für Frauen.
Mit der Einführung der „Nachtboje“ übernimmt Bielefeld ein bewährtes Modell, das Einrichtungen kennzeichnet, die in den Abend- und Nachtstunden offen sind und Hilfe anbieten. Angesprochen sind Menschen, die sich unwohl fühlen oder Unterstützung suchen. Teilnehmen können unter anderem gastronomische Betriebe, Hotels oder Kinos mit nächtlichem Betrieb. In Stuttgart ist das Netzwerk seit dem Start im Herbst 2023 deutlich gewachsen: Die Zahl der beteiligten Orte hat sich von etwa 20 auf über 60 erhöht.
Der Stuttgarter Oberbürgermeister machte deutlich, dass die Übernahme durch Bielefeld den Vorbildcharakter des Projekts unterstreiche und seine Wirkung über die Stadtgrenzen hinaus zeige. Zugleich würdigte er das Engagement der zahlreichen teilnehmenden Einrichtungen, die im Stuttgarter Nachtleben zu einem verbesserten Sicherheitsempfinden beitragen.
Getragen wird das Projekt von einem breiten Zusammenschluss kommunaler Stellen, der Polizei, der Jugendarbeit sowie spezialisierten Beratungsangeboten. Die Koordination liegt bei der Abteilung für Chancengleichheit der Stadt Stuttgart. In Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Sicherheitspartnerschaft der Kommunalen Kriminalprävention entstand auch das Projekt „Wasenboje“. Dieser geschützte Bereich unterstützte seit 2023 auf den beiden großen Stuttgarter Volksfesten rund 1.000 Mädchen und Frauen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Stuttgart/Veröffentlicht am 12.01.2026