Der Klima-Waldpark in Bremen-Oslebshausen ist fertiggestellt. Auf einer rund 1,4 Hektar großen ehemaligen Brachfläche zwischen dem Wohnkomplex Wohlers Eichen und dem Pulverberg ist ein neues urbanes Naherholungsgebiet entstanden.
Die Grünfläche verbindet das Wohngebiet mit dem benachbarten Gewerbegebiet Riedemann-/Reiherstraße. Zugleich soll sie die Aufenthaltsqualität im Quartier verbessern und den Stadtraum widerstandsfähiger gegen Hitze, Trockenheit und Starkregen machen.
Öffnung für die Öffentlichkeit ab Mitte September
Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Dr. Olaf Joachim, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, sowie Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, eröffneten den Park am Freitag, 28. August 2026, symbolisch.
Für die Öffentlichkeit soll die neue Grünfläche ab Mitte September zugänglich sein. Bis dahin benötigen Wegedecke und Grünsaat noch Zeit, um sich zu setzen.
Grünfläche verbindet Wohnen und Gewerbe
Der Klima-Waldpark entstand aus einer konkreten städtebaulichen Aufgabe. In Oslebshausen liegen Wohnen und Gewerbe unmittelbar nebeneinander. Nach Angaben von Senatorin Vogt ging es deshalb nicht darum, beide Nutzungen lediglich voneinander abzugrenzen, sondern sie über eine gemeinsam nutzbare Grünfläche besser miteinander zu verbinden.
Der Park soll Raum für Erholung und Begegnung schaffen, das Quartier aufwerten und Oslebshausen zugleich besser auf Folgen des Klimawandels vorbereiten.
Bund fördert Projekt mit mehr als 1,18 Millionen Euro
Das Wirtschaftsressort hatte die Projektskizze im März 2021 beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumordnung eingereicht. Grundlage war das Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“.
Der Bund wählte das Bremer Vorhaben für eine Förderung in Höhe von 1.182.150 Euro aus. Rund 90 Prozent der Finanzierung stammen aus Bundesmitteln.
Das Programm unterstützt Städte und Gemeinden dabei, öffentliche Grün- und Freiflächen zu erhalten, anzupassen und auszubauen. Dabei spielt auch die grün-blaue Infrastruktur eine wichtige Rolle. Dazu zählen unter anderem Vegetationsflächen, Bäume, Parks sowie Flächen, die Wasser aufnehmen, speichern oder zurückhalten können.
Klimaanpassung wird im Park sichtbar
Staatssekretär Dr. Olaf Joachim ordnet das Projekt als Beispiel für klimaangepasste Stadtentwicklung ein. Hitze, Trockenheit und Starkregen stellten Städte vor wachsende Herausforderungen. Der Klima-Waldpark zeige, wie aus einer bislang wenig nutzbaren Fläche eine grüne Verbindung mit konkretem Nutzen für die Menschen vor Ort entstehen könne.
Im Park führen ein 2,5 Meter breiter, barrierefrei gestalteter Hauptweg und ein weiterer Weg mit wassergebundener Wegedecke vom Wendehammer Wohlers Eichen bis zum Pulverberg.
Ein Aufenthaltsbereich mit Sitzmöglichkeiten sowie zwei Balancier- und Kletterangebote schaffen zusätzliche Möglichkeiten für Erholung und Bewegung.
Klimaresistente Bäume und Klimabaum-Pfad
Auf der Fläche wurden unter anderem Eichensetzlinge, größere Jungbäume, Birken, Sträucher, einzelne Obstbäume und weitere Baumarten gepflanzt. Sie sollen mit Hitze, längeren Trockenperioden und Starkregen besser zurechtkommen.
Ein Klimabaum-Pfad macht verschiedene Baumarten und ihre Bedeutung für die Anpassung an den Klimawandel erlebbar.
Anspruchsvolle Arbeiten auf früherer Bahnfläche
Umgesetzt wurde das Projekt von der WFB im Rahmen des Sondervermögens Gewerbe. Die Hauptbauarbeiten begannen Mitte März 2026. Zuvor waren umfangreiche archäologische Voruntersuchungen und Kampfmittelsondierungen erforderlich.
Neben Pflanzungen und Wegebau wurden auch Böden ausgetauscht und für die Bepflanzung vorbereitet. Besonders aufwendig war die Arbeit im Bereich ehemaliger Hafenbahntrassen. Dort musste vorhandener Gleisschotter entfernt und durch geeigneten Boden ersetzt werden.
Andreas Heyer von der WFB beschreibt die Umsetzung auf der früheren Bahn- und Brachfläche als anspruchsvoll. Das Ergebnis sei durch eine gute Abstimmung aller Beteiligten möglich geworden.
Aufwertung auch für Beschäftigte im Gewerbegebiet
Der neue Park steht auch in direktem Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des benachbarten Gewerbegebiets Riedemann-/Reiherstraße. Dieses wird von der WFB im Rahmen des Gewerbegebietsmanagements begleitet.
Das Gebiet ist seit den 1970er-Jahren gewachsen und umfasst mehr als 90 ansässige Unternehmen. Es weist einen hohen Versiegelungsgrad, vergleichsweise wenige Grünflächen und bislang kaum öffentlich nutzbare Aufenthaltsmöglichkeiten auf.
Nach Angaben der WFB kam der Anstoß für das Projekt unter anderem von Unternehmen aus dem Gewerbegebiet. Diese hätten in einer Befragung den Wunsch nach einer Aufwertung des Erscheinungsbildes geäußert.
Im Integrierten Standortentwicklungskonzept für das Gebiet ist der Klima-Waldpark deshalb als Leuchtturmprojekt im Handlungsfeld Klimaanpassung und Ressourcenschonung verankert.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Hansestadt Bremen/Veröffentlicht am 28.08.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.