BUGA 2031: Siegerentwürfe für Wuppertals grüne Zukunft gekürt

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Die Vorbereitungen für die Bundesgartenschau 2031 schreiten weiter voran. Nach einer umfangreichen Preisgerichtssitzung am 11. Dezember 2025 in der Historischen Stadthalle Wuppertal wurden die drei bestplatzierten Entwürfe des freiraumplanerischen Wettbewerbs ausgewählt.

Eine interdisziplinär besetzte Fachjury, bestehend aus Landschaftsarchitektur, Stadtplanung, Vertretungen der Stadtgesellschaft sowie Fachleuten aus Verwaltung und der BUGA 2031 gGmbH, bewertete zehn eingereichte Arbeiten. Ziel war es, die überzeugendsten Konzepte für die Gestaltung der drei eintrittspflichtigen Bereiche der Gartenschau zu bestimmen.

Drei Ausstellungsareale mit individuellen Profilen

Das flächenmäßig größte BUGA-Areal entsteht auf dem Tesche-Gelände in Wuppertal-Vohwinkel. Geplant sind dort vielfältige Sport- und Spielangebote, ein generationsübergreifender Spielplatz, gastronomische Nutzungen sowie weitläufige Grün- und Aufenthaltsflächen. Inhaltlich setzt der Entwurf einen deutlichen Schwerpunkt auf das Leitbild der „Schwammstadt“ und zeigt zeitgemäße Ansätze für eine klimaangepasste Regenwasserbewirtschaftung.

Erstmals wird mit dem Grünen Zoo Wuppertal ein Tierpark Bestandteil einer Bundesgartenschau. Eine vorgesehene Seilbahn soll nicht nur neue Perspektiven auf das Gelände eröffnen, sondern zugleich eine barrierearme Verbindung zwischen Tal- und Höhenlagen schaffen und damit einen wichtigen Beitrag zur inklusiven Erschließung leisten.

Ein weiteres zentrales Projekt ist die sogenannte Wupperpforte, die die Höhenzüge von Königshöhe und Kaiserhöhe miteinander verknüpft. Die Querung des Tals wird dabei als prägendes Landschaftserlebnis inszeniert. Herzstück dieses Areals ist eine 849 Meter lange Hängeseilbrücke, die als erste ihrer Art im urbanen Raum weltweit gilt und zugleich die längste in Deutschland sowie voraussichtlich in Europa sein wird.

Bedeutender Schritt auf dem Weg zur BUGA 2031

Mit dem Abschluss des Wettbewerbs ist ein wesentlicher Meilenstein für die BUGA 2031 erreicht. Die Gartenschau verfolgt das Ziel, nicht nur temporäre Attraktionen zu schaffen, sondern nachhaltige Effekte für Stadtentwicklung, Klimaschutz, Biodiversität und die Vernetzung der Quartiere zu erzielen. Der Beginn der Bauarbeiten ist für das Jahr 2028 vorgesehen.

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Die Platzierungen im Überblick

  1. Preis: relais Landschaftsarchitekten Heck Mommsen PartGmbB, Berlin

  2. Preis: A24 LANDSCHAFT Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin

  3. Preis: Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin
    Anerkennung: Cobe sowie Pfrommer & Roeder, Nordhavn (Dänemark)

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal erklärte im Anschluss an die Jurysitzung, die ausgezeichneten Konzepte würden das Selbstverständnis Wuppertals als besonders grüne Großstadt konsequent weiterentwickeln. Dabei werde nicht ausschließlich für die Dauer der Bundesgartenschau geplant, sondern ein dauerhaft nutzbarer Bürgerpark geschaffen, der um attraktive Sport- und Bewegungsangebote ergänzt werde.

Auch die Geschäftsführerin der BUGA Wuppertal 2031 gGmbH hob hervor, dass die prämierten Entwürfe gestalterische Qualität und ökologische Verantwortung miteinander verbinden. Die Freiraumplanung leiste damit einen wichtigen Beitrag, um die Stadt langfristig klimaresilient und zukunftsfähig aufzustellen. Das Ergebnis des Wettbewerbs werde Wuppertal über viele Jahre prägen.

Der Vorsitzende des Preisgerichts dankte den teilnehmenden Büros für die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten. Diese habe maßgeblich zu einem überzeugenden Gesamtergebnis beigetragen. Zugleich beglückwünschte er die Stadt und die BUGA 2031 gGmbH zu diesem wichtigen Schritt im Verfahren. Der nun vorliegende Vorentwurf bilde die Grundlage für einen kreativen, gemeinsamen Gestaltungsprozess mit der Stadtgesellschaft.

Nächste Schritte und öffentliche Präsentation

In den kommenden Wochen starten die Vertragsverhandlungen mit dem erstplatzierten Büro, um zeitnah in die vertiefende Planungsphase einzutreten. Die Leiterin des städtischen Ressorts Grünflächen und Forsten erläuterte, dass der Wettbewerbsbeitrag im weiteren Verlauf konkretisiert werde und dabei auch Hinweise aus der fachlichen Vorprüfung der beteiligten Ämter einflössen.

Die vier bestbewerteten Arbeiten werden ab dem 16. Dezember 2025 im BUGA-Lokal in der Kaiserstraße 4 in Wuppertal-Vohwinkel öffentlich gezeigt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich vor Ort ein Bild von den Entwürfen und den möglichen Zukunftsbildern der BUGA 2031 zu machen. Mitarbeitende der Stadt sowie der BUGA 2031 gGmbH stehen für Fragen zur Verfügung.

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Öffnungszeiten:
Dienstag, 16. Dezember 2025: 10–16 Uhr
Donnerstag, 18. Dezember 2025: 15–18 Uhr

Nach einer kurzen Winterpause öffnet das BUGA-Lokal erneut ab dem 15. Januar 2026 jeweils dienstags und donnerstags zu den genannten Zeiten. Für Februar 2026 ist zudem eine umfassende Ausstellung aller Wettbewerbsarbeiten im Lichthof des Rathauses Wuppertal-Barmen vorgesehen. Details zu Eröffnung und Dauer werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Abschließend bedankt sich die BUGA Wuppertal 2031 gGmbH bei ihrem Kooperationspartner Niemann + Steege +, der den Wettbewerb gemeinsam mit ihr realisiert hat.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Wuppertal/Veröffentlicht am 12.12.2025

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