Die Energiekosten steigen und steigen in Deutschland. Ein großer Teil dieser Energie wird in unseren Häusern und Wohnungen verbraucht. Es kann daher nicht schaden, sich einmal mit der Modernisierung der Hausfassade zu beschäftigen, um dauerhaften Schutz und eine hohe Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Denn es gilt: Die Fassade ist nicht nur die Visitenkarte des Gebäudes, sie ist auch für einen Teil des Energieverbrauchs verantwortlich. Mit einer modernen Fassadendämmung können bis zu 60 % der Energiekosten eingespart werden – und sie bringt zusätzlich eine Wertsteigerung des Objektes mit sich!
Wie wird die Fassade gedämmt?
Generell gilt: Die Anbringung einer Fassadendämmung muss handwerklich perfekt ausgeführt werden, damit das System seine volle Wirkung entfalten kann. Die Dämmung wird in Form von Dämmplatten aus Styropor mit Hilfe von speziellem Kleber und Dübeln an der Hausfassade befestigt. Im Anschluss werden ein Unterputz – der sogenannte Armierungsmörtel – und ein Gewebe eingebettet. Zuletzt folgt ein Außenputz, der individuell farblich gestaltet werden kann.
Aufgaben der einzelnen Dämmungselemente
Der Kleber
Der Kleber bildet den Verbund zwischen Untergrund und Dämmstoff. Die Dämmplatten dämpfen den Wärmeaustritt. Zusätzlich zur Verklebung werden die Platten mit Dübeln befestigt.
Armierungsschicht
Im Armierungsmörtel wird ein Glasgewebe eingebettet. Die Armierungsschicht hat die Aufgabe, Rissbildungen aus thermisch bedingten Spannungen zu verhindern.
Oberputz
Die Putzbeschichtung dient als Schutz vor Witterungseinflüssen und ermöglicht die Gestaltung der Fassade, durch einen Anstrich.
Alternativ kann die Fassade nach der Dämmung auch verkleidet werden, etwa in Form von Kunststoffplatten oder mit Trapezblech. Eine solche Verkleidung verstärkt nochmals den Dämmungseffekt, die sie schädliche Witterungseinflüsse abhält.
Vorteile der Fassadendämmung
Durch eine professionelle Fassadendämmung lassen sich nicht nur Energiekosten einsparen, sie schont auch die Umwelt. Wer seine Fassade mit einer Wärmedämmung saniert, erhält dadurch gleich mehrere Vorteile:
- Geringere Heizkosten: Da die Wärme im Haus erhalten bleibt, können so bis zu 70 % der Heizkosten eingespart werden.
- Behagliches Wohnklima: Mit einer Fassadendämmung wird die kalte Luft draußen gelassen und die Innenwand- und Raumlufttemperatur im Haus biologisch ausgeglichen.
- Keine Schimmelbildung: Da es nur geringe Temperaturunterschiede zwischen Wand und Raumluft gibt, können sich auch kein Schimmel oder Kondenswasser bilden.
- Entlastung der Umwelt: Durch die eingesparte Wärme und Energie wird die Umwelt entlastet, es ergibt sich eine Verringerung der CO²-Emissionen.
- Wertsteigerung: Durch die gesenkten Heizkosten wird der Wert des Hauses gesteigert. Ein Gebäude mit niedrigem Energieverbrauch lässt sich einfacher verkaufen bzw. vermieten und ist insgesamt wirtschaftlicher.
Förderung der energetischen Sanierung
Die gute Nachricht: Eine energetische Sanierung in Form der Fassadendämmung ist zwar mitunter nicht billig, wird aber staatlich gefördert! Konkret: Die KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) unterstützt Gebäudesanierer zu attraktiven Konditionen.
Zu den Themen Bauen und Energiesparen bietet die KfW-Bank eine Vielzahl von Förderprogrammen an. Die Förderprogramme der KfW-Bank im Bereich der energetischen Sanierung gliedern sich dabei in zwei Teile: Teil A ist als Förderung für Wohnimmobilien festgelegt, die vor dem 31.12.1983 erbaut sind. Teil B umfasst die danach erbauten Objekte. Die Förderung selbst kann durch einen günstigen Kredit abgerufen werden. Wer den Kredit nicht Anspruch nehmen möchte, kann auch einen Zuschuss beantragen.
Voraussetzungen Teil A
Der Zuschuss bemisst sich daran, ob das Gebäude nach der Sanierung das Niveau eines Neubaus erreicht. Ein Energieberater muss dies bestätigen. Die Sanierungsarbeiten müssen zudem von einem Fachunternehmen durchgeführt werden.
Voraussetzungen Teil B
Gefördert werden energetische Sanierungsmaßnahmen aus Maßnahmenpaketen. Alle Maßnahmen des gewählten Paketes sind vollständig auszuführen. Die Sanierungen müssen auch hier von einem Fachunternehmen durchgeführt werden. Zudem gilt: Alle Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes müssen eingehalten werden.
Wer sich für die Finanzierung durch die KfW-Bank interessiert, kann diese entweder direkt bei der Bank beantragen (über die Website), oder sich zunächst von einem Energieberater entsprechende Infos einholen. Durch eine Zusammenarbeit mit diesem hat der Immobilienbesitzer einen Partner während der Sanierung und Finanzierung zur Verfügung, der ihm mit entsprechendem Rat zur Seite steht.