Wo früher Patientinnen und Patienten behandelt wurden, entsteht nun ein Ort des Lernens. Auf dem Gelände der ehemaligen Augenklinik an der St.-Jürgen-Straße ist eine zeitgemäße Grundschule eröffnet worden – ein unter Denkmalschutz stehendes Projekt mit Vorbildcharakter.
Die Senatorin für Kinder und Bildung, Sascha Karolin Aulepp, betonte, dass jedes Kind Anspruch auf hochwertige Bildung habe. Dafür seien nicht nur engagierte Lehrkräfte, sondern auch einladende Räume notwendig. Die neue Schule stehe sinnbildlich dafür, wie die Gesellschaft Verantwortung übernehme: durch Investitionen in Bildung, die Anpassung an wachsende Anforderungen und eine nachhaltige Stadtentwicklung. Aus einer leerstehenden Klinik sei ein lebendiger Ort für kommende Generationen entstanden – ein Zeichen für Kinder und für eine soziale Stadt.
Der Umbau wurde termingerecht abgeschlossen. Das denkmalgeschützte Gebäude, 1888 ursprünglich als chirurgisches Krankenhaus errichtet, präsentiert sich heute als helle, modern ausgestattete Bildungsstätte. Rolf Specht, einer der vier Gesellschafter der Vier Quartier GmbH, hob hervor, dass die Kombination aus rotem Klinker, historischen Treppenhäusern und großzügigen Fenstern ein einzigartiges Lernumfeld geschaffen habe.
Die umfangreiche Sanierung begann im Mai 2023. Auf 5.880 Quadratmetern bietet die neue vierzügige Schule Platz für acht Klassen mit jeweils 24 Kindern. Im Erdgeschoss wurde eine Mensa mit Speiseraum eingerichtet.
Auch das Raumkonzept überzeugt: Flure mit offenen Bereichen schaffen Rückzugsmöglichkeiten, eine moderne Lüftungsanlage gewährleistet gute Luftqualität, und ein Beleuchtungssystem passt sich den jeweiligen Lichtverhältnissen an. Zusätzlich wurde im dritten Obergeschoss eine Mitmachküche eingerichtet, die Ernährungsbildung praxisnah vermittelt. Das Gebäude ist außerdem an das Fernwärmenetz angeschlossen.
Hinter der Entwicklung des St.-Jürgen-Quartiers steht die Vier Quartier GmbH & Co. KG. Sie setzt sich aus den Partnern Gebrüder Rausch, Interhomes AG, der Specht Gruppe und Stefespro zusammen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Hansestadt Bremen/Veröffentlicht am 15.09.2025