Frankfurt am Main wird 2028 erneut Gastgeber der EuroGames. Die European Gay and Lesbian Sports Federation (EGLSF) hat im Rahmen eines Mitgliederentscheids entschieden, die Veranstaltung in die Mainmetropole zu vergeben. Damit kehrt eines der größten internationalen LSBTIQ*-Sportevents nach über 30 Jahren zurück. Geplant sind vier Tage voller sportlicher Wettkämpfe in 20 Disziplinen mit mehr als 4000 Teilnehmenden.
Dem Zuschlag ging ein einjähriger Bewerbungsprozess voraus, an dem der Frankfurter Volleyball-Verein, der Verein Artemis Sport Frankfurt und das Sportamt der Stadt gemeinsam beteiligt waren. Das Konzept sieht neben den sportlichen Wettbewerben auch ein vielfältiges Rahmenprogramm vor. Dieses reicht von der Eröffnungs- und Abschlussfeier über Workshops und kulturelle Angebote bis hin zu Mitmachaktionen und niedrigschwelligen Sportangeboten im gesamten Stadtgebiet. Eine enge Kooperation mit dem Christopher Street Day 2028 sowie eine begleitende Konferenz zu den Themen Sport, Teilhabe und Demokratieförderung sind ebenfalls geplant. Die EuroGames sollen im Sommer 2028 stattfinden.
Oberbürgermeister und Sportdezernent Mike Josef betonte, dass Frankfurt mit der Austragung ein wichtiges Zeichen für Freiheit und Vielfalt setze. Die Stadt wolle zeigen, dass queere Menschen selbstverständlich zur Gesellschaft gehörten – im Sport, in Frankfurt und im Herzen Europas. Die EuroGames seien ein Fest für alle Bürgerinnen und Bürger und ein Symbol für Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis.
Auch Georg Novak, Vorstandsmitglied des Frankfurter Volleyball-Vereins und Teil des Bewerbungsteams, sieht in der Veranstaltung weit mehr als einen sportlichen Wettbewerb. Er hob hervor, dass die EuroGames ein Zeichen für gelebte Demokratie, Teilhabe und Offenheit seien. Unter dem Motto „Sport, Demokratie und Freiheit – vereint im Herzen Europas“ solle die Veranstaltung Menschen verbinden und Räume für Begegnung schaffen – unabhängig von Herkunft, Identität oder Lebensweise.
Olga Süss, Vorstandsmitglied des Vereins Artemis Sport Frankfurt, betonte die Bedeutung der EuroGames für die Stadt. Sie sehe darin ein sportliches Fest der Vielfalt, das queere und nicht-queere Menschen zusammenbringe. Frankfurt stehe für Offenheit und Buntheit, und die EuroGames seien eine Möglichkeit, dies sichtbar zu machen. Als größter Frauen*sportverein Hessens wolle Artemis Sport Frankfurt mit der Veranstaltung ein Zeichen für eine inklusive, diskriminierungsfreie Sportkultur setzen.
Die EuroGames finden seit 1992 statt, Frankfurt war bereits 1995 Austragungsort. In den letzten Jahren richteten unter anderem Wien und Lyon das Event aus. Nach Cardiff 2027 wird Frankfurt 2028 erneut zur Bühne für Vielfalt, Gemeinschaft und sportliche Leidenschaft.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Frankfurt/Veröffentlicht am 25.10.2025