Um die Parksituation in Köln, besonders in den Abend- und Nachtstunden, zu verbessern, testet die Stadt gemeinsam mit Aldi Süd ein neues Modell: An zwei Standorten dürfen ausgewählte Parkplätze von Filialen außerhalb der Geschäftszeiten genutzt werden. Das Konzept „Feierabend-Parken“ soll freie Flächen von Supermärkten dann verfügbar machen, wenn diese nicht benötigt werden.
Für den 1. September 2025 hat der Beigeordnete für Mobilität, Ascan Egerer, die größten Lebensmitteleinzelhändler der Stadt zu einem runden Tisch eingeladen, um weitere Ideen zur mehrfachen Nutzung von Parkplätzen zu entwickeln. Er betonte, dass das Ziel vor allem darin liege, Stadtteile mit starkem Parkdruck zu entlasten. Dabei hoffe man, noch mehr Händler für das Projekt gewinnen zu können. Zudem sehe er in dem Vorhaben eine Chance, wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln.
Ab dem 18. August 2025 startet das Projekt an den Filialen in der Osterather Straße 26 (Köln-Bilderstöckchen) und in der Marienstraße 147–159 (Köln-Ehrenfeld). Dort stehen werktags von 19 bis 8 Uhr bestimmte Stellplätze zur Verfügung. Ein externer Anbieter sorgt mit einem digitalen Buchungssystem dafür, dass die Flächen effizient genutzt werden können. Nutzer buchen bequem per App, die Kosten betragen vier Euro pro Nacht oder 30 Euro pro Monat. Der Zugang ist vollständig digital geregelt, inklusive automatischer Nummernschilderkennung und automatisierter Kontrolle.
Über denselben Anbieter werden in Köln bereits seit Jahren mehr als 1.000 private Stellplätze mehrfach genutzt, darunter auch Flächen im öffentlichen Straßenraum. Laut Björn Just, Leiter des Kölner Immobilien-Office von Aldi Süd, leistet das Feierabend-Parken einen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssituation, entlastet den öffentlichen Raum, reduziert den Parkdruck in den Vierteln und kompensiert wegfallende innerstädtische Stellflächen – ganz ohne zusätzlichen Flächenverbrauch. Bei positiver Resonanz sei eine Ausweitung auf weitere Standorte denkbar.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Köln/ Veröffentlicht am 25.07.2025