Vögel gehören in die Natur und sind nicht nur auf dem Land anzutreffen, sondern längst auch in unseren Großstädten heimisch. Viele Menschen erfreuen sich an ihnen, doch für einige sind sie auch sehr lästig. Dies ist primär dann der Fall, wenn man im eigenen Garten überall mit den Ausscheidungen der Vögel zu kämpfen hat und sie sich dann auch noch über das frisch eingesäte Beet hermachen. Auch in Obstbäumen lassen sich Vögel gerne nieder und machen teilweise die gesamte Ernte zunichte.
Die gute Nachricht: Es gibt einige effektive Mittel, um die Vögel aus dem eigenen Garten fernzuhalten, ohne dass sie dabei zu Schaden kommen und ohne dass für den Menschen eine Gefahr entsteht. Wir stellen sie vor.
Klassiker und moderne Methoden zur Vogelabwehr
Sehr effektiv und seit Ewigkeiten bekannt sind die klassischen Vogelscheuchen, welche nicht nur die Vögel aus dem Garten fernhalten, sondern auch zu einem echter Hingucker werden können. Zudem macht die Herstellung einer Vogelscheuche sehr viel Spaß und ist auch ein Highlight für Kinder. Mehr dazu gleich.
Doch es geht auch moderner – und einfacher! Alte CDs und DVDs beispielsweise kann man wunderbar als Vogelscheuche verwenden. Sie werden einfach an ein Band gebunden, welches wiederum an einem Pflock befestigt wird, der dann im Beet seinen Platz findet. Durch die Reflektion der Sonne und das klappernde Geräusch kann man Vögel damit sehr effektiv vertreiben.
Wer es professioneller möchte, wird im Fachhandel fündig. Hier bekommt man verschiedene Produkte, die z. B. unter dem Begriff „Vogelschreck“ verkauft werden. Teilweise wird in den Geräten pyrotechnische Munition verwendet, durch die sich ein lauter Knall ergibt, der dann die Vögel aufschreckt und vertreibt. Allerdings sollte man wissen, dass die Geräuschentwicklung dieser Abwehrgeräte sehr hoch ist, denn die Platzpatronen werden durch einen hohen Druck abgefeuert. Sie sind in der Regel mit einer Zeitschaltuhr ausgestattet und lösen dann in regelmäßigen Abständen einen Schuss aus.
Einfacher, günstiger und weniger lärmintensiv ist ein Netz, das man über das frisch angelegte Beet spannt. So können die Vögel nicht mehr auf dem Beet landen und die Pflanzen anfressen.
Und schließlich: Attrappen von anderen Vögeln, die von den Gartenbewohnern als gefährlich eingestuft werden, sind ebenfalls gut als Vogelschreck einsetzbar. Hier ist es jedoch wichtig, auf Detailtreue zu achten. Idealerweise bewegen sich die Attrappen zudem, um echter zu wirken, denn an ruhig auf einer Stelle sitzende „Feinde“ gewöhnen sich die Vögel recht schnell.
Vogelabwehr durch den Profi
Wer seinen Garten nicht selbst vor Vögeln schützen möchte oder bereits die üblichen Hausmittel erfolglos probiert hat, sollte einen Profi zurate ziehen. Dieser verfügt über die nötige Erfahrung sowie alle Werkzeuge und Geräte, um jeden Garten vor Vogelfraß und Verschmutzungen zu schützen.
„Je nach Anforderungen nutzen wir sanfte oder restriktivere Methoden, die letztlich zum Erfolg führen“, erklärt ein Mitarbeiter der Firma Kraushaar Gartenbau. Das hierfür angelegte Geld ist immer gut investiert.
Vogelschreck selbst bauen
Die bereits erwähnte Vogelscheuche ist seit jeher beliebt als Vogelschreck und lässt sich leicht selbst bauen. Besonders Kinder haben hierbei viel Spaß und helfen daher gerne mit. Der Körper einer Vogelscheuche wird meist aus einfachem Stroh geformt, das man mit Draht bzw. Kordel zusammenbinden kann. Darüber kommt dann alte, ausgediente Kleidung und – ganz wichtig – ein großer Schlapphut! Damit die Vogelscheuche noch erschreckender auf die Vögel wirkt, kann sie mit Glasscherben, Klangspielen oder ähnlichem dekoriert werden. Diese verursachen entsprechende Geräusche, wenn sie von den Elementen der Natur bewegt werden.
Damit dieser Vogelschreck wirkungsvoll bleibt, empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen die Kleidung auszutauschen und auch den Standort der Vogelscheuche zu wechseln. Schließlich handelt es sich bei Vögeln durchaus um intelligente Tiere, die so manchen „Spuk“ recht schnell durchschauen können.