Die Betreiberin des Abendmarktes auf dem Kölner Rudolfplatz ist mit ihrer Klage vor dem Verwaltungsgericht gescheitert. Sie wollte erreichen, dass sie das klassische Wochenmarktangebot reduzieren und stattdessen ein verändertes Konzept umsetzen darf.
Das Gericht folgte in der Sache jedoch weitgehend der Auffassung der Stadt Köln. Der Markt erfülle in seiner derzeitigen Form mit teilweise keinem oder höchstens einem Frischestand voraussichtlich nicht die gesetzlichen Anforderungen an einen Wochenmarkt.
Markt-Treff startete Ende April
Die Stadt hatte die Ausrichtung eines wöchentlichen Abendmarktes auf dem Rudolfplatz Anfang 2026 auf Grundlage eines Wochenmarktkonzepts ausgeschrieben.
Den Zuschlag erhielt die Deutsche Marktgilde. In ihrem Konzept waren voraussichtlich sechs klassische Wochenmarktstände vorgesehen, die frische Lebensmittel des täglichen Bedarfs anbieten sollten.
Am 30. April 2026 eröffnete der Markt unter dem Namen „Markt-Treff Rudolfplatz“.
Angebot entsprach nicht dem ursprünglichen Konzept
Im weiteren Verlauf stellte die Stadt fest, dass die Betreiberin das eingereichte Konzept nicht wie vorgesehen umsetzen konnte.
Nach Einschätzung der Verwaltung entsprach das tatsächliche Warenangebot nicht mehr den Anforderungen eines Wochenmarktes. Daraufhin legte die Stadt fest, dass mindestens 50 Prozent des Angebots aus unverarbeiteten Lebensmitteln bestehen müssen.
Gegen diese Vorgabe zog die Betreiberin vor Gericht. Ihr Ziel war es, auf dem Rudolfplatz ein anderes Warenangebot anzubieten, das von den ursprünglichen Ausschreibungsbedingungen und den gesetzlichen Anforderungen an einen Wochenmarkt abweicht.
Gericht sieht gesetzliche Anforderungen nicht erfüllt
Im Gerichtstermin wurde festgestellt, dass das derzeitige Angebot des Marktes voraussichtlich nicht den Vorgaben von Paragraf 67 der Gewerbeordnung entspricht.
Die von der Stadt verlangte Quote müsse zwar konkreter formuliert werden. Grundsätzlich bestätigte das Gericht jedoch die Position der Verwaltung, wonach ein Wochenmarkt einen entsprechenden Anteil an typischen Wochenmarktwaren aufweisen muss.
Stadt prüft neues Format für den Rudolfplatz
Die Stadtverwaltung will nun alternative rechtliche und organisatorische Möglichkeiten für den Standort prüfen.
Ziel bleibt ein tragfähiges Konzept für einen modernen Abendmarkt oder ein vergleichbares Angebot auf dem Rudolfplatz.
Auch künftig soll der Platz nach Vorstellung der Stadt in den Abendstunden als lebendiger und urbaner Treffpunkt genutzt werden können.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Köln/Veröffentlicht am 16.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.