Die Stadt Hamburg erweitert ihr duales Studienangebot im Bereich Soziale Arbeit. Zum neuen Semester starten erstmals 55 junge Menschen ein duales Bachelor-Studium Soziale Arbeit bei der Freien und Hansestadt Hamburg.
Damit reagiert die Stadt auf den steigenden Bedarf an sozialpädagogischen Fachkräften. Seit 2020 kooperiert Hamburg dafür mit der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie. Nach einer Pilotphase von 2017 bis 2020 begannen in den vergangenen sechs Jahren jeweils 40 Nachwuchskräfte pro Jahr das duale Studium.
Auswahlverfahren beim ZAF
Die künftigen Studierenden haben zuvor ein anspruchsvolles Auswahlverfahren beim Zentrum für Aus- und Fortbildung durchlaufen. Das ZAF koordiniert gemeinsam mit dem Praxisbüro Soziale Arbeit des Sozialpädagogischen Fortbildungszentrums die Abläufe in der Praxis.
Beide Einrichtungen begleiten die Studierenden während des Studiums und sorgen für die Verbindung zwischen Hochschule, Verwaltung und Praxiseinsatz.
Einführungstage zum Studienstart
Das duale Studium beginnt im September mit zentralen Einführungstagen im ZAF. Dort erhalten die Nachwuchskräfte erste Informationen zum Studium, zu den Abläufen in der Verwaltung und zu ihren künftigen Praxisstellen.
Außerdem können sie Ausbildungsleitungen, Fachkräfte und Studierende aus höheren Semestern kennenlernen. Eine von Studierenden organisierte Rallye führt die neuen Nachwuchskräfte zusätzlich durch Hamburg.
Praxiseinsätze in Behörden und Dienststellen
Bis zum Semesterbeginn im Oktober lernen die Studierenden ihre jeweiligen Dienststellen kennen. Dort werden sie in den kommenden dreieinhalb Jahren von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen begleitet und ausgebildet.
Die Praxisstellen hatten die Studierenden bereits Ende Juni bei einer Ausbildungsmesse ausgewählt. Rund die Hälfte der Nachwuchskräfte wird in Bezirksämtern eingesetzt.
Weitere Ausbildungsorte liegen unter anderem in der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung. Dazu gehören Regionale Bildungs- und Beratungszentren, Grundschulen, Stadtteilschulen, Gymnasien sowie verschiedene Bereiche des Amtes für Familie. Auch der Landesbetrieb für Erziehung und Beratung beteiligt sich erneut an der Ausbildung. Hinzu kommen weitere Fachbehörden.
Theorie und Praxis werden eng verbunden
Das Studium dauert sieben Semester. In den ersten Semestern stehen vor allem die theoretischen Inhalte an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie im Mittelpunkt. Die Hochschule befindet sich in Trägerschaft der Stiftung „Das Rauhe Haus“ und ist fachlich anerkannt.
Die 55 Nachwuchskräfte der Stadt Hamburg studieren dort gemeinsam mit 20 Studierenden freier Träger. Zu Beginn sind sie einmal pro Woche in ihrer Praxisstelle. Ab dem dritten Semester steigt der praktische Anteil deutlich an.
Dann arbeiten die Studierenden zunächst zwei Tage pro Woche in der Praxis, später drei bis vier Tage. Schrittweise übernehmen sie mehr Aufgaben und können ihre theoretischen Kenntnisse direkt anwenden.
Bachelorabschluss und staatliche Anerkennung
Am Ende des Studiums erwerben die Nachwuchskräfte den Bachelor of Arts Soziale Arbeit. Zusätzlich erhalten sie die staatliche Anerkennung.
Mit der Aufnahme des Studiums verpflichten sie sich, entsprechend ihrer Qualifikation mindestens drei Jahre im Bereich der Sozialen Arbeit im öffentlichen Dienst tätig zu bleiben.
Beitrag zur Fachkräftegewinnung
Das duale Studium ist für Hamburg ein wichtiger Baustein zur Gewinnung sozialpädagogischer Fachkräfte. Die bisherigen Jahrgänge zeigen bereits Wirkung: Aus den Jahrgängen 2020, 2021 und 2022 wurden rund 120 Absolventinnen und Absolventen übernommen.
Sie arbeiten inzwischen als Fachkräfte in verschiedenen Dienststellen der Freien und Hansestadt Hamburg. Mit der Ausweitung auf 55 Studienplätze stärkt Hamburg nun die Ausbildung des eigenen Nachwuchses im sozialen Bereich weiter.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Hansestadt Hamburg/Veröffentlicht am 18.08.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.