Ob Beleidigungen, Missverständnisse oder kleinere Rangeleien: Im Schulalltag mit rund 222.500 Schülerinnen und Schülern an Hamburgs allgemeinbildenden Schulen bleiben Konflikte nicht aus. In solchen Situationen kommen speziell ausgebildete Streitschlichterinnen und Streitschlichter zum Einsatz. Kinder und Jugendliche setzen sich dann mit den Beteiligten zusammen und unterstützen sie in Gesprächen auf Augenhöhe dabei, eine gemeinsame Lösung zu finden. Dieses Engagement wird seit inzwischen 23 Jahren einmal jährlich besonders gewürdigt – bei den Hamburger Streitschlichtungstagen, die in diesem Jahr vom 8. bis 19. Juni stattfinden.
Projektkoordinatorin Tanja Hotes von der Beratungsstelle Gewaltprävention erklärte, dass während der zweiwöchigen Veranstaltungszeit kompakte Workshops, interaktive Formate und Gelegenheiten zum Austausch mit anderen Schulen angeboten würden. Im Mittelpunkt stünden Themen wie Kommunikation, Konfliktlösung und Zivilcourage. Gleichzeitig gebe es Raum, Erfahrungen zu teilen, neue Anregungen für die Arbeit im Schulalltag mitzunehmen und die eigene Praxis weiterzuentwickeln.
Anders als in den Vorjahren findet diesmal keine zentrale Großveranstaltung im Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen statt. Grund dafür ist ein Wasserschaden. Stattdessen werden die Streitschlichtungstage dezentral an den beteiligten Schulen begangen.
In diesem Jahr haben sich 64 Schulen mit etwa 1.400 Schülerinnen und Schülern angemeldet, die sich aktiv für ein friedliches und kooperatives Miteinander an Hamburgs Schulen einsetzen. Alle Teilnehmenden erhalten eine Urkunde als Anerkennung für ihr Engagement sowie einen schriftlichen Gruß der Senatorin. Insgesamt sind derzeit in Hamburg rund 2.000 aktive Streitschlichterinnen und Streitschlichter an mehr als 150 Schulen im Einsatz.
Veranstaltet werden die 23. Hamburger Streitschlichtungstage von der Beratungsstelle Gewaltprävention in Zusammenarbeit mit dem Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation sowie der Unfallkasse Nord.
An über 150 Hamburger Grundschulen, Stadtteilschulen, Gymnasien und Regionalen Bildungs- und Beratungszentren gehört Streitschlichtung inzwischen fest zum Schulalltag. Die ausgebildeten Schülerinnen und Schüler übernehmen dabei die Rolle neutraler Dritter und vermitteln zwischen Konfliktparteien. Ziel ist es, gemeinsam eine Lösung zu entwickeln, mit der alle Beteiligten einverstanden sind.
Damit sie diese Aufgabe übernehmen können, absolvieren die Streitschlichterinnen und Streitschlichter – unabhängig vom Alter – an Hamburger Schulen eine Ausbildung von 30 bis 40 Stunden. Im Durchschnitt schlichten sie etwa drei Konflikte pro Woche.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Hansestadt Hamburg/Veröffentlicht am 12.06.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.