Nach einem niederschlagsreichen Februar waren der März und vor allem der April in Hamburg deutlich zu trocken. Bleibt Regen über längere Zeit aus, sinken die Wasserstände in Bächen, Flüssen und Seen. Im Extremfall fallen einzelne Gewässerabschnitte sogar trocken. Um die Folgen solcher Trockenperioden für die städtische Natur besser zu erfassen, setzt die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft auch in diesem Jahr wieder auf die Unterstützung der Bevölkerung. Das Meldeportal „Trockener Bach“ ist ab sofort erneut freigeschaltet.
Nach aktuellen Angaben des Deutschen Wetterdienstes lag der Niederschlag im Februar noch rund 19 Prozent über dem langjährigen Mittel. Im März fehlten dagegen etwa 18 Prozent, im April sogar rund 60 Prozent im Vergleich zu den durchschnittlichen Regenmengen. Die anhaltende Trockenheit belastet die Hamburger Gewässer stark. Für viele Tiere und Pflanzen, die dort leben, können niedrige Wasserstände zur akuten Gefahr werden. Mit dem Portal „Trockener Bach“ bietet die BUKEA seit 2023 eine einfache Möglichkeit, niedrige Pegelstände oder ausgetrocknete Gewässerbereiche anonym und unkompliziert zu melden.
Umweltsenatorin Katharina Fegebank machte deutlich, dass sich der Klimawandel unmittelbar in der Stadt bemerkbar mache und sich dies auch an den Gewässern zeige. Wenn Bäche und Flüsse im Frühjahr und Sommer trockenfallen, sei das ein deutliches Warnsignal für die Stadtnatur. Um Gewässer gezielt zu schützen und besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen, brauche die Stadt ein möglichst genaues Lagebild. Dabei sei die Mithilfe der Hamburgerinnen und Hamburger besonders wertvoll. Das Meldeportal sei ein praktischer Beitrag zum Gewässerschutz und helfe dabei, eine belastbare Datengrundlage für den Schutz der Ökosysteme zu schaffen.
Dass das Interesse an diesem Thema groß ist, zeigte sich bereits im vergangenen Jahr. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 77 Meldungen und 23 Kommentare über das Portal eingereicht. In mehr als der Hälfte der Fälle ging es konkret um trockengefallene Gewässerabschnitte. Die meisten Beiträge stammten von Bürgerinnen und Bürgern, gefolgt von direkten Anliegern an Gewässern. Die Hinweise verteilten sich auf zwölf Einzugsgebiete. Besonders häufig wurden Probleme in den Gebieten der Wandse sowie von Tarpenbek und Kollau gemeldet.
Die gesammelten Informationen helfen der BUKEA dabei, langfristige Entwicklungen zu erkennen und gezielte Maßnahmen zum Schutz von Gewässern und Biotopen zu entwickeln. Ein Eintrag im Portal ist innerhalb weniger Minuten möglich und kann ohne Registrierung erstellt werden.
Weitere Informationen zu Trockenheit an Hamburger Gewässern, die Auswertungen der Jahre 2023 bis 2025 sowie das aktuelle Meldeportal für 2026 sind online bei der Stadt Hamburg verfügbar.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Hansestadt Hamburg/Veröffentlicht am 29.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.