Hamburger Wolf wieder ausgewildert und überwacht

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Der Wolf, der in den vergangenen Tagen mehrfach in Hamburg gesichtet worden war und dabei auch eine Frau verletzt hatte, ist wieder in die Freiheit entlassen worden. Am Abend des Ostersonntags wurde das Tier mit einem Sender versehen und anschließend erfolgreich ausgewildert. Künftig wird der Wolf im Rahmen des LIFE Wild Wolf-Projekts länderübergreifend engmaschig überwacht. Sein Aufenthaltsort lässt sich fortlaufend nachvollziehen, sodass Jägerinnen und Jäger bei Bedarf kurzfristig eingreifen können. Aus Gründen des Tierschutzes macht die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft keine Angaben zum aktuellen Standort.

Im Vorfeld hatte die BUKEA nach eigenen Angaben bundes- und europaweit intensiv geprüft, welche Möglichkeiten für den weiteren Umgang mit dem Wolf infrage kommen. Dabei sei sie in engem Austausch mit verschiedenen Fachleuten gewesen. Andere Lösungen hätten sich jedoch nicht realisieren lassen. Eine Unterbringung in einem Wildgehege sei sowohl aus praktischen als auch aus rechtlichen Gründen ausgeschlossen gewesen. Auch eine Tötung des Tieres habe aus rechtlicher Sicht nicht zur Verfügung gestanden.

Umweltsenatorin Katharina Fegebank erklärte, mit der Auswilderung sei eine rechtssichere Lösung gefunden worden, die sowohl dem Schutz der Bevölkerung als auch dem Wohl des Tieres Rechnung trage. Durch die Besenderung sei gewährleistet, dass der Standort des Wolfes jederzeit bekannt bleibe und Jägerinnen und Jäger im Bedarfsfall unmittelbar eingreifen könnten, etwa wenn sich das Tier erneut einem Siedlungsbereich nähere. Sie machte deutlich, dass diese Auswilderung unter klaren Auflagen erfolge. Zudem betonte sie, die Entscheidung sei nach sorgfältiger Prüfung und nach intensiver Abwägung aller Optionen gemeinsam mit Fachleuten getroffen worden. Für den Wolf beginne nun ein neuer Lebensabschnitt, idealerweise fernab urbaner Räume in seinem natürlichen Lebensraum.

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Hintergrund

Nach Angaben der BUKEA war der Wolf nach mehreren Nachweisen in Hamburg zwischen dem 28. und 30. März in Klein Flottbek vermutlich durch einen äußeren Reiz wie ein Auto oder ein anderes Tier aufgeschreckt worden. In der Folge sei er in eine Belastungssituation geraten und davongelaufen. Am 30. März habe er sich schließlich in der Großen Bergstraße in eine schmale Einkaufspassage mit mehreren Geschäften verirrt und dabei eine Frau verletzt. Sie habe das Krankenhaus nach einer kurzen ambulanten Behandlung wieder verlassen können.

Am späten Abend des 30. März sei es Einsatzkräften der Polizei gemeinsam mit der Naturschutzabteilung der BUKEA gelungen, den Wolf an der Binnenalster zu sichern und in das Wildgehege Klövensteen zu bringen. Von dort aus sei das Tier am späten Abend des 31. März in eine Wildtierauffangstation nach Niedersachsen transportiert worden.

Das LIFE Wild Wolf-Projekt verfolgt das Ziel, den langfristigen und ausgewogenen Erhalt der Wolfspopulationen zu unterstützen. Dabei geht es insbesondere darum, potenziell kritische Situationen in vom Menschen geprägten Landschaften zu bewältigen. Den zuständigen Behörden sollen bessere Instrumente zur Verfügung gestellt werden, um Konflikte zwischen Mensch und Wolf zu vermeiden oder zu lösen. Gleichzeitig fördert das Projekt Vorgehensweisen, die den wilden Charakter der Tiere bewahren und Menschen dabei helfen sollen, mit deren oft unerwarteter Anwesenheit besser umzugehen.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Hansestadt Hamburg/Veröffentlicht am 06.04.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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