Im September 2026 richtet Hannover den SLAM 2026 aus – die deutschsprachigen Meister*innenschaften im Poetry Slam. Damit wird die Landeshauptstadt für vier Tage zum Schauplatz des größten Live-Literatur-Festivals Europas.
Vom 23. bis 26. September 2026 trifft sich die deutschsprachige Poetry-Slam-Szene in Hannover. Für Slam-Poetinnen, Veranstalterinnen und Fans markiert das Festival den jährlichen Höhepunkt. Rund 200 Teilnehmende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Italien, Liechtenstein und Luxemburg kommen zusammen, um in Einzel- und Team-Wettbewerben ihre neuen Meister*innen zu ermitteln. Der Wettbewerb gliedert sich in neun Vorrunden, drei Halbfinals und ein Finale im Einzel sowie zwei Halbfinals und ein Finale im Team-Format.
Auf einer Pressekonferenz im Künstlerhaus Hannover stellte das Organisationsteam des ausrichtenden Vereins Live Literatur Hannover e. V. das Veranstaltungskonzept vor. Die zuständige Bildungs- und Kulturdezernentin machte deutlich, dass Hannover die erneute Gastgeberrolle als besondere Auszeichnung verstehe. Sie hob hervor, dass das Festival einen starken kulturellen Akzent setze und Besucherinnen aus nah und fern anziehe. Bereits ab dem Frühsommer solle die Vorfreude mit Slams an ungewöhnlichen Orten und im öffentlichen Raum gesteigert werden, um Kunst und Kultur möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Gleichzeitig sprach sie den Förderinnen und dem Organisationsteam ihren Dank aus.
Zentraler Veranstaltungsort des viertägigen Festivals ist das Kulturzentrum Faust. Dort finden die Vorrunden, die Team-Halbfinals sowie das Rahmenprogramm statt. Mehrere Hallen des Geländes dienen als Spielstätten, während weitere Bereiche als After-Show-Lounge, Chill-Area, Check-in und Treffpunkt für die angereisten Gäste genutzt werden. Für die Einzel-Halbfinals sind zusätzlich die Galerie Herrenhausen und das Kulturzentrum Pavillon vorgesehen. Die beiden Finalveranstaltungen werden im Theater am Aegi ausgetragen.
Einer der Mitorganisatoren, der seit über zwei Jahrzehnten Poetry Slams in Hannover veranstaltet, betonte die besondere Bedeutung, das größte Bühnen-Literatur-Festival Europas nach 2017 erneut in die Stadt geholt zu haben. Dies wertete er als Anerkennung für die kontinuierliche und engagierte Arbeit der hannoverschen Slam-Szene.
Auch aus Sicht der beteiligten Autorinnen ist der SLAM 2026 weit mehr als ein Wettbewerb. Eine Mitorganisatorin beschrieb die Meisterinnenschaften als zentrales Branchentreffen und emotionalen Höhepunkt des Jahres, bei dem sichtbar werde, wofür Poetry Slam stehe. Die besondere Energie dieses Treffens mache den Reiz aus, und die Vorstellung, dass Hannover im September von so vielen herausragenden Slam-Talenten erfüllt sein werde, sei für sie etwas ganz Besonderes.
Ergänzt wird das Festival durch ein umfangreiches Vorprogramm, das in Zusammenarbeit mit der Stadtteilkultur bereits in den Monaten April, Mai und Juni 2026 stattfindet. Geplant sind unter anderem ein Running Mic, eine literarische Parade vom Hauptbahnhof durch das Kulturdreieck bis zum Schiller-Denkmal, mehrere Tiny-Glashaus-Lesungen in verschiedenen Stadtteilen, ein Queer-Slam in der Nordstadt sowie ein Open-Air-Slam im Ihme-Park, der sich mit der Frage nach dem Leben in der Stadt auseinandersetzt. Ein Mitglied des Organisationsteams unterstrich, dass 2026 ganz im Zeichen des Poetry Slams stehen solle und Literatur dazu beitragen könne, die Offenheit, Vielfalt und Lebensqualität Hannovers sichtbar zu machen und zu bewahren.
Auch die Förderinnen betonten den kulturellen Mehrwert der Veranstaltung. Vertreterinnen der NORD/LB-Kulturstiftung verwiesen darauf, dass der Poetry Slam Sprache zur Bühne mache und Raum für neue Stimmen, Haltung und kreative Auseinandersetzung schaffe. Die VGH Stiftung ergänzte, dass Literatur- und Leseförderung seit jeher zu ihren Kernanliegen zählten und Poetry Slam ein besonders wirkungsvolles Format sei, um ein breites Publikum für gesprochene Texte zu begeistern. Entsprechend gerne unterstütze man den SLAM 2026 und wünsche den Meisterinnenschaften zahlreiche begeisterte Besucherinnen.
Zum Abschluss dankt das Organisationsteam der Landeshauptstadt Hannover, der Region Hannover, der NORD/LB Kulturstiftung, der VGH Stiftung sowie weiteren Förderern und Partnern für ihre Unterstützung.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von SLAM 2026 – 30. deutschsprachige Poetry Slam-Meister*innenschaften/Veröffentlicht am 23.01.2026