Das Stadtvermessungsamt Frankfurt hat die Gewächshäuser im Palmengarten, vor allem das Tropicarium, mit einer speziellen Thermaldrohne untersucht. Neben den Aufnahmen entstand für das Tropicarium zusätzlich ein virtuelles 3D-Modell sowie ein maßstabsgetreues Orthofoto.
Bevor die Drohne starten konnte, mussten die Verantwortlichen die erforderlichen Genehmigungen einholen. Nach Freigabe und passenden Wetterbedingungen wurden zunächst Zielmarken eingemessen, die zur Kontrolle der Genauigkeit der späteren Aufnahmen dienten. Anschließend erfolgte die Befliegung der Gewächshäuser mit der Wärmebildkamera. Ziel war es, mögliche Energieverluste durch Schwachstellen in der Isolierung sichtbar zu machen. Dabei kamen mehr als 10.200 Bilder zusammen – einschließlich der ergänzenden Vermessungsflüge über das Tropicarium.
Im nächsten Schritt wurden die Daten ausgewertet. Für das Tropicarium entstanden daraus sowohl ein detailreiches Luftbild ohne Verzerrungen als auch ein dreidimensionales Modell. Der gesamte Arbeitsaufwand umfasste rund 17 Stunden im Außendienst und etwa 24 Stunden für die digitale Verarbeitung. Insgesamt mussten über 60 Gigabyte an Daten bearbeitet werden.
Dank dieser Aufnahmen lassen sich bisher unentdeckte Kältebrücken aufspüren und gezielt beheben. Damit trägt das Projekt zu einer besseren Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Palmengarten bei. Darüber hinaus ermöglichen die Drohnenflüge eine zuverlässige Beurteilung der Bausubstanz – auch bei Gebäuden, die aufgrund ihrer komplexen Struktur nur schwer direkt zugänglich sind.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Frankfurt/ Veröffentlicht am 12.08.2025