Kiel eröffnet europäisches Wissenschaftsjahr im öffentlichen Raum

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Zum Auftakt des neuen Wissenschaftsjahres beteiligt sich Kiel gemeinsam mit der Region an einem europäischen Modellvorhaben. Den Start markieren unter anderem eine aufwendig inszenierte Raumfahrtshow, eine europaweit angelegte Kinder-Universität, die Mitwirkung am internationalen Eröffnungsevent in Kroatien sowie zahlreiche weitere Programmpunkte. Kiel zählt dabei zusammen mit Brest in Frankreich und Split in Kroatien zu den ersten drei Städten und Regionen Europas, die das Projekt „Science Comes to Town“ im Jahr 2026 umsetzen. Ziel ist es, Forschung sichtbar und erlebbar in den Alltag der Menschen zu integrieren.

Mehr als 70 internationale Institutionen sowie die Europäische Universität der Meere (SEA EU) realisieren im Laufe des Jahres über 1.000 unterschiedliche Veranstaltungsformate. Das Spektrum reicht von Wettbewerben und Citizen-Science-Angeboten bis hin zu Live-Formaten. Bereits im Januar stehen zahlreiche Vorträge, Ausstellungen und Konferenzen auf dem Programm. Eine Übersicht ist sowohl auf der internationalen Projektplattform als auch auf der regionalen Website abrufbar.

Das Projektjahr steht unter dem Leitgedanken, Wissenschaft und gesellschaftliches Leben enger miteinander zu verzahnen. Thematisch im Fokus stehen unter anderem der Schutz der Meere, kulturelles Erbe, die Unterstützung junger Talente sowie Fragen rund um Gesundheit und Wohlbefinden.

Schleswig-Holstein im europäischen Kontext

Die Koordination des Projekts in Deutschland übernehmen die Landeshauptstadt Kiel und die KielRegion GmbH. Beide knüpfen dabei an langjährige Erfahrung in der Wissenschaftskommunikation an, da die Region als einzige in Deutschland regelmäßig an der European Researchers’ Night beteiligt ist.

Der Kieler Oberbürgermeister machte deutlich, dass die Rolle Kiels als deutscher Partner in dieser europäischen Erstausgabe mit großer Wertschätzung verbunden sei. Wissenschaft werde dabei nicht nur als Wissensvermittlung verstanden, sondern als Grundlage für Vertrauen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratischen Austausch. Forschung solle dort stattfinden, wo Menschen Fragen stellen, diskutieren und gemeinsame Lösungsansätze entwickeln.

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Auch der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein unterstrich die Bedeutung des Projekts. Aus seiner Sicht stehe Kiel stellvertretend für ein modernes und forschungsorientiertes Bundesland. Das Vorhaben zeige, wie europäische Regionen durch Wissen enger zusammenrücken und voneinander profitieren können. Eine sichtbare und verständliche Wissenschaft stärke sowohl Innovationsfähigkeit als auch das grenzüberschreitende Miteinander.

Die Geschäftsführung der KielRegion hob hervor, dass die besondere Stärke des Projekts in der Vernetzung der gesamten Region und der aktiven Einbindung der Bevölkerung liege. Wissenschaft bilde eine zentrale Grundlage für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Mit „Science Comes to Town“ solle Forschung bewusst zu den Menschen gebracht werden, insbesondere um junge Menschen zu ermutigen, Fragen zu stellen, sich einzubringen und sich als Teil eines gemeinsamen europäischen Ideenraums zu begreifen.

Das Projekt wird von der Europäischen Union mit rund sechs Millionen Euro unterstützt und gilt als neues europäisches Leuchtturmvorhaben für Wissenschaftskommunikation im öffentlichen Raum. Nach der ersten Umsetzungsphase in Kiel, Brest und Split sollen ab 2027 weitere Städte folgen und ein dauerhaftes Netzwerk entstehen, das die europäische Wissenschaftslandschaft enger miteinander verbindet.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Kiel/Veröffentlicht am 07.01.2026

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