Köln bietet im September 2026 ein breites Kulturprogramm mit Musikfestivals, Literatur, Tanz, Theater, Ausstellungen, Workshops und Veranstaltungen zur Erinnerungskultur. Die ausgewählten Termine kommen unter anderem vom Kulturamt, dem NS-Dokumentationszentrum, der Stadtbibliothek und dem Rautenstrauch-Joest-Museum.
Viele Veranstaltungen finden an mehreren Orten im Stadtgebiet statt. Schwerpunkte liegen im September unter anderem auf jüdischer Musik, Jazz, Literatur, gesellschaftspolitischen Debatten, Erinnerungskultur, Klimagerechtigkeit und partizipativen Ausstellungsformaten.
Festivals und Performances im Stadtgebiet
Vom 1. bis 10. September lädt „SHALOM-MUSIK.KOELN“ zum vierten Mal zu einem Festival für jüdische Musik ein. Unter dem Motto „Zuhören“ stehen Konzerte auf dem Programm, die jüdische Musik in ihrer Vielfalt präsentieren und ein Zeichen für Zusammenhalt, Begegnung und gegen Antisemitismus setzen.
In Köln-Kalk beschäftigt sich die Produktion „GEM:EINSAM“ von TUN&LASSEN mit Einsamkeit und ihrer Ambivalenz. An mehreren Terminen im September entstehen im Kalker Laden und im Stadtpark Kalk niedrigschwellige Situationen mit Tanz, Objekten und Beteiligungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum.
Der Stadtgarten Köln feiert am 4. September sein 40-jähriges Bestehen. Bei der „Night of Stadtgarten“ sind rund 20 Konzerte auf der großen Außenbühne und auf allen Bühnen des Hauses geplant. Das Festival blickt auf die Geschichte des Hauses zurück und richtet den Fokus zugleich auf die Zukunft kreativer Musik.
Vom 4. bis 13. September findet das 8. Europäische Literaturfest Köln-Kalk statt. Das Festival bewegt sich in diesem Jahr unter dem Schwerpunktthema „Scham“ erstmals durch das Veedel und nutzt sieben verschiedene Orte im Stadtteil Kalk.
Jazz, Tanz und interaktive Formate
Die Cologne Jazzweek bringt vom 5. bis 11. September mehr als 50 Konzerte auf 20 Bühnen und Open-Air-Flächen in die Stadt. Mehr als 250 Musikerinnen und Musiker aus 18 Nationen präsentieren die Vielfalt improvisierter Musik.
In der Tanzfaktur Köln zeigt ANALOG in Koproduktion mit der studiobühneköln vom 10. bis 14. September die Produktion „KEYENBERG 3“. Ausgangspunkt ist die Umsiedlungsgeschichte des Dorfes Keyenberg am Tagebau Garzweiler. Die Performance befasst sich mit Verlust, Identität und der Frage nach Heimat.
Vom 11. bis 13. September ist auf dem Schillplatz in Köln-Nippes die interaktive Ausstellung „Hands off“ des Kollektivs Der kleine Container zu sehen. Sie nimmt aus feministischer Perspektive Berührung, Freiheit, Rausch und Sicherheit im öffentlichen Raum in den Blick.
Ebenfalls vom 11. bis 13. September findet in Odonien in Köln-Ehrenfeld Robodonien statt. Der Ort verbindet Kunstinstallationen, Industrieflair, Konzerte, Ausstellungen, Open-Air-Formate, Märkte und Comedy zu einem vielseitigen Kulturprogramm.
Afrika Film Festival und Jubiläum für „Trashedy“
In den Ehrenfeldstudios wird im September das Tanztheaterstück „Trashedy“ von performing gezeigt. Die Produktion richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene und behandelt Konsum, Demokratie und persönliche Verantwortung mit Tanz, Physical Theatre, animierten Zeichnungen und Musik. Im September 2026 wird in Köln die 250. Vorstellung gefeiert.
Vom 17. bis 27. September findet das Afrika Film Festival Köln statt. Es gehört zu den bedeutenden Plattformen für afrikanisches Kino in Europa. Die 23. Ausgabe erzählt von Verlust, Vertreibung und Linderung, stellt aber vor allem die Frage, wie Menschen Wege finden, weiterzuleben. Heilung bildet dabei den thematischen Kern des Festivals.
In der Tanzfaktur Köln ist außerdem „RECHARGE“ von Antje Velsinger und new trouble zu sehen. Das Solo beschäftigt sich mit Erschöpfung, Leistungsdruck und der Frage, wann genug wirklich genug ist.
Ausstellung über unsichtbare Grenzen
Im Kunsthafen im Kunsthaus Rhenania eröffnet am 25. September die Gruppenausstellung „Between Borders“. Vierzehn Künstlerinnen und Künstler befassen sich mit unsichtbaren Grenzen, die sich etwa in Sprache, Herkunft, Zugehörigkeit und Ausschluss zeigen.
Die Ausstellung läuft bis zum 11. Oktober. Ergänzend sind eine Lesung mit Musa Deli, eine Katalogpräsentation, eine Finissage mit Elias von Martial sowie geführte Rundgänge nach Absprache geplant.
NS-DOK widmet sich Erinnerung und Demokratie
Das NS-Dokumentationszentrum bietet im September mehrere Veranstaltungen zu historischer Aufarbeitung und Erinnerungskultur an. Am 3. September geht es unter dem Titel „Franco muss vergessen werden“ um den Spanischen Bürgerkrieg, seine Ursachen, seinen Verlauf und seine Erinnerung.
Am 6. September ist im Rahmen von Shalom Musik Koeln die Komposition „fuga“ für Flöte und Mehrkanal-Elektronik zu erleben. Das Werk basiert auf Archivaufnahmen der jüdisch-deutschen Komponistin Brigitte Schiffer aus den 1930er-Jahren in Ägypten.
Am 14. September diskutieren Fachleute in einer Online-Veranstaltung über die Vor- und Nachbereitung von Gedenkstättenbesuchen. Am 17. September stellt Spiegel-Journalistin Susanne Beyer ihr Buch „Kornblumenblau“ vor und spricht über Familiengeheimnisse sowie die Nachwirkungen nationalsozialistischer Verstrickungen.
Am 24. September steht der rechtsterroristische Wehrhahn-Anschlag in Düsseldorf im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde. Am 29. September fragt das neue Gesprächsformat „Offen gefragt“, welche Bedeutung Erinnerungskultur für eine Demokratie hat, die unter Druck steht.
Stadtbibliothek mit Debatten und Literatur
Die Interim Zentralbibliothek in der Hohe Straße bietet im September mehrere Gesprächs- und Literaturveranstaltungen. Am 1. September sprechen Sebastian Kurtenbach und Rolf G. Heinze über die Wohnkrise und ihre Folgen für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Am 8. September geht es mit Saba-Nur Cheema und Meron Mendel um die „Empörungsfalle“ und die Frage, wie konstruktives Streiten wieder gelingen kann. Am 10. September wird das Buch „Verbindungen/Connections“ vorgestellt, ein deutsch-irisches Lyrikprojekt aus den Partnerstädten Cork und Köln.
Am 26. September spricht Claudia Kemfert im Rahmen des Klimafestivals Köln über ihr Buch „Kurzschluss“ und die deutsche Energiezukunft. Am 30. September verbindet „Impuls Plus“ eine Einführung in der Zentralbibliothek mit einem Konzertbesuch in der Kölner Philharmonie, bei dem das vision string quartet im Mittelpunkt steht.
Rautenstrauch-Joest-Museum eröffnet „r e t u r n“
Das Rautenstrauch-Joest-Museum startet am 3. September mit einem Workshop für Erwachsene zu klimabedingter Migration, Klimagerechtigkeit und indigenen Lebensräumen.
Am 16. September eröffnet die Sonderausstellung „r e t u r n – Zwischen Vergangenheit und Zukunft entsteht ein anderer Ort“. Zahlreiche Künstlerinnen, Künstler und Communities entwickeln darin Perspektiven auf Erinnerung, Entwurzelung, Zugehörigkeit und Zukunft. Zum Auftakt ist eine Performance der iranischen Künstlerin Farkhondeh Shahroudi geplant.
Am 18. September führen Kuratorin Nanette Snoep und Co-Kurator Marius Förster durch die Ausstellung. Weitere Programmpunkte sind ein Kintsugi-Schnupperkurs für Erwachsene am 19. September und der Workshop „Flechten verbindet“ am 27. September für Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren.
Philharmonie veröffentlicht Septemberprogramm
Auch die Kölner Philharmonie bietet im September ein umfangreiches Konzertprogramm. Der Konzertkalender ist online abrufbar.
Das Kulturprogramm zeigt die Vielfalt der Kölner Kulturszene im September: von großen Festivals und partizipativen Formaten bis zu gesellschaftspolitischen Gesprächen, Ausstellungen und musikalischen Angeboten.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Köln/Veröffentlicht am 18.08.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.