Für Menschen mit Behinderungen ist es vor dem Besuch einer Kulturveranstaltung häufig schwierig, verlässliche Angaben zur Barrierefreiheit zu finden. Das betrifft sowohl bauliche Voraussetzungen vor Ort als auch Angebote wie Audiodeskription oder Informationen in Leichter Sprache. Die Plattform kulturperlen.hamburg setzt genau an diesem Punkt an und bündelt die relevanten Informationen zu barrierearmen Kulturorten in Hamburg an zentraler Stelle.
Grundlage dafür sind standardisierte Erhebungen direkt in den Einrichtungen. Mithilfe einer Checkliste werden die Bedingungen vor Ort erfasst und übersichtlich aufbereitet. Gleichzeitig erhalten die beteiligten Kulturstätten eine detaillierte Auswertung ihrer aktuellen Barrierefreiheit sowie Beratung dazu, mit welchen Maßnahmen sich Verbesserungen erreichen lassen – oft schon mit kleinen Veränderungen.
Inzwischen sind bereits rund 120 Kulturorte auf der Website vertreten, darunter Museen, Theater und Kinos. Mit dem neuen Bereich „Junge Perlen“ wurde das Angebot zudem um gezielt ausgewählte Kulturangebote für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen ergänzt.
Die Erhebungen dienen dabei nicht nur der Information. Sie tragen auch dazu bei, das Bewusstsein in den Einrichtungen für unterschiedliche Anforderungen zu stärken und kulturelle Teilhabe als Recht für alle Menschen stärker in den Fokus zu rücken.
Projektmitarbeiterin Kerstin Hagemann erklärte, dass man sich Angaben zur Barrierefreiheit für möglichst alle Kulturorte wünsche – auch dann, wenn diese nicht in jeder Hinsicht ideal seien. Entscheidend sei, dass Menschen auf dieser Basis selbst einschätzen könnten, ob ein Besuch für sie passend sei.
Die Behörde für Kultur und Medien sowie die Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation unterstützen den weiteren Ausbau der KulturPerlen in diesem Jahr jeweils mit 20.000 Euro.
Kultursenator Dr. Carsten Brosda betonte, kulturelle Teilhabe dürfe nicht von der Zugänglichkeit abhängen. Der Verein Orte für Alle schaffe mit kulturperlen.hamburg mehr Transparenz und unterstütze Menschen mit Behinderungen dabei, selbstbestimmt am kulturellen Leben in Hamburg teilzunehmen. Er hob hervor, dass bereits viele Einrichtungen ihre Informationen zur Barrierefreiheit auf der Plattform bereitstellten, und äußerte die Hoffnung, dass sich noch weitere Häuser anschließen. Hamburgs Kulturlandschaft könne nur gemeinsam für alle geöffnet werden.
Auch Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard unterstrich, dass kulturperlen.hamburg dazu beitrage, Kultur zugänglicher zu machen. Die Plattform biete Orientierung, mache Barrierefreiheit sichtbar und gebe Menschen mehr Sicherheit, kulturelle Angebote eigenständig zu nutzen. Zugleich setze sie wichtige Impulse für die Einrichtungen selbst, da oft schon kleine Anpassungen viel bewirken könnten. Auf diese Weise werde aus Transparenz konkrete Teilhabe.
Die KulturPerlen Hamburg sind ein Projekt des Vereins Orte für Alle e.V. Darüber hinaus arbeitet der Verein an einem offenen Wiki zur Barrierefreiheit. Dieses Vorhaben soll vorhandenes Wissen zugänglich machen und Akteurinnen und Akteure aus Kultur und Gesellschaft zur Mitgestaltung einladen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Hansestadt Hamburg/Veröffentlicht am 24.04.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.