Die Landeshauptstadt Mainz stärkt ihr innerstädtisches Radverkehrsnetz. In der Hinteren Bleiche wird eine neue Fahrradstraße eingerichtet. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Neuordnung des Verkehrsraums rund um den Straßenbahnlückenschluss in der Binger Straße.
Ziel ist es, die verschiedenen Verkehrsarten besser aufeinander abzustimmen und Radfahrenden eine sichere, verständliche und möglichst konfliktarme Verbindung durch die Innenstadt zu bieten.
Markierungsarbeiten starten Anfang August
Die Markierungsarbeiten für die Fahrradstraße beginnen am Montag, 3. August 2026. Die neue Route ergänzt weitere Verbesserungen, die parallel in der Binger Straße, auf der Alicenbrücke und am Hauptbahnhof West entstehen.
Gemeinsam sollen diese Maßnahmen eine optimierte Mobilitätsachse zwischen Hauptbahnhof, Innenstadt und Rhein schaffen. Dabei wird der öffentliche Nahverkehr gestärkt und das Radverkehrsnetz gezielt ergänzt.
Teil eines größeren Verkehrskonzepts
Umwelt- und Mobilitätsdezernentin Janina Steinkrüger ordnet die Fahrradstraße als Bestandteil eines umfassenden Gesamtkonzepts ein. Der Straßenbahnlückenschluss schaffe nicht nur eine neue Verbindung für den öffentlichen Nahverkehr, sondern biete auch die Chance, den gesamten Straßenraum weiterzuentwickeln.
Dazu gehöre aus Sicht der Stadt auch ein Radverkehrsnetz, das alltagstauglich, sicher und gut nachvollziehbar ist. Die Fahrradstraße in der Hinteren Bleiche sei deshalb kein isoliertes Einzelprojekt, sondern ein wichtiger Baustein für eine bessere Verknüpfung unterschiedlicher Mobilitätsformen.
Direkte Verbindung vom Hauptbahnhof zum Rhein
Die Hintere Bleiche verläuft parallel zur Großen Bleiche und zur Kaiserstraße. Sie verbindet den Hauptbahnhof auf direktem Weg mit der Innenstadt und dem Rhein.
Schon heute ist die Straße eine wichtige Route für Radfahrende. Mit der Ausweisung als Fahrradstraße erhält sie nun auch offiziell den Stellenwert, den sie im Mainzer Radverkehrsnetz bereits im Alltag hat.
Alternative zu komplexen Verkehrsbereichen
Die Maßnahme hängt eng mit dem Straßenbahnlückenschluss in der Binger Straße zusammen. Durch die neue Trasse entstehen zusätzliche Haltestellen, Gleisbereiche und komplexe Verkehrsbeziehungen, besonders rund um den Münsterplatz.
Dort müssen Radfahrende künftig mehrere Gleise queren und sich in einen anspruchsvollen Verkehrsknoten einordnen. Die Hintere Bleiche soll deshalb eine attraktive Alternative bieten. Wer diese Strecke nutzt, kann viele der komplexeren Verkehrsbereiche umfahren und dennoch direkt vom Hauptbahnhof in die Innenstadt gelangen.
Anliegerverkehr bleibt möglich
Die Hintere Bleiche bleibt weiterhin für Anwohnerinnen und Anwohner sowie für berechtigte Verkehre erreichbar. Dazu gehören unter anderem Lieferverkehr, Handwerksbetriebe, Dienstleistungen sowie Fahrten zu Wohnungen, Geschäften, Arztpraxen oder Lieferzielen.
Die Straße wird deshalb mit dem Zusatzzeichen „Anlieger frei“ ausgewiesen.
Mehr Übersicht und bessere Sichtbeziehungen
Im Zuge der Einrichtung der Fahrradstraße werden außerdem einzelne Stellplätze angepasst, besonders in Kreuzungsbereichen. Dadurch sollen Sichtbeziehungen verbessert und die Verkehrsführung übersichtlicher werden.
Künftig wird die Hintere Bleiche zudem als Vorfahrtsstraße ausgestaltet. Ziel ist eine sichere und klare Führung für alle Verkehrsteilnehmenden.
Mobilität soll zukunftsfähiger werden
Die Stadt Mainz versteht die Maßnahme als Teil einer Verkehrsplanung, die verschiedene Mobilitätsformen miteinander verbindet. Rund um den Ausbau der Binger Straße sollen Straßenbahn, Bus, Radverkehr, Fußverkehr, Barrierefreiheit und Autoverkehr besser zusammenspielen.
Damit soll ein leistungsfähigeres Gesamtsystem entstehen, das die Mobilität in Mainz sicherer, verständlicher und zukunftsfähiger macht.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Mainz/Veröffentlicht am 30.07.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.