Mehr Grün für den Neuen Markt: Testphase für eine behutsame Umgestaltung

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Der Neue Markt soll künftig ein anderes Erscheinungsbild erhalten. Ziel ist es, den Platz grüner zu gestalten und seine Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Die Rostocker Bürgerschaft hatte die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr damit beauftragt, Möglichkeiten für eine Umgestaltung zu untersuchen. Nun liegen der Kommunalpolitik erste Vorschläge in Form einer Informationsvorlage vor.

Vorgesehen ist ein zweistufiges Vorgehen. Bevor eine dauerhafte Begrünung umgesetzt wird, ist eine Erprobungsphase mit mobilen, temporären Grünlösungen geplant. In diesem Zeitraum soll untersucht werden, an welchen Stellen des Platzes dauerhaftes Grün besonders wirkungsvoll ist und auf breite Zustimmung stößt. Die Senatorin für Stadtplanung, Bau, Klimaschutz und Mobilität, Dr. Ute Fischer-Gäde, macht deutlich, dass der Neue Markt als historisch und städtebaulich bedeutender Ort einen verantwortungsvollen Umgang erfordert. Gleichzeitig müssten unterschiedliche Nutzungsinteressen berücksichtigt werden, etwa durch Gastronomie, Wochenmärkte oder Veranstaltungen. Die Testphase schaffe laut ihrer Einschätzung die nötige Planungssicherheit, ohne sofort irreversible Eingriffe vorzunehmen.

Im Rahmen des Probelaufs sollen mobile Pflanz- und Sitzelemente an den Platzrändern im Norden, Süden und Westen installiert werden. Diese ergänzen das bestehende Grün im östlichen Bereich. In die Überlegungen fließt auch die geplante Entwicklung des Rostock City Cube als Projekt von Smile City ein.

Die temporäre Begrünung ist zunächst für den Zeitraum von April bis Oktober 2026 vorgesehen und soll im Jahr 2027 fortgeführt werden. Die konkrete Platzierung der Elemente wird im Vorfeld gemeinsam mit den ansässigen Gastronomie- und Marktbetreibenden abgestimmt. Nach Angaben der Senatorin werden die Bäume zunächst ausgeliehen, um Ressourcen zu schonen und Kosten zu reduzieren. Auf diese Weise entstehe eine flexible und nachhaltige Lösung, mit der wertvolle Erkenntnisse für eine spätere dauerhafte Gestaltung gewonnen werden können.

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Das Konzept setzt bewusst auf schrittweises Vorgehen. Anstatt den Platz sofort grundlegend zu verändern, wird getestet, welche Maßnahmen sich bewähren. Zusätzliche Pflanzen, mehr Schatten und neue Sitzgelegenheiten sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen, während die gewohnte Wandelbarkeit des Platzes erhalten bleibt. Märkte, Veranstaltungen und der alltägliche Betrieb können weiterhin stattfinden, da alle Elemente mobil, verschiebbar und vollständig rückbaubar sind.

Die Federführung des Projekts liegt beim Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Friedhofswesen. Dort werden nicht nur Pflanzen und Sitzelemente beschafft, sondern auch ein Pflege- und Bewässerungskonzept erarbeitet. Parallel zur Testphase soll bereits eine langfristige, städtebaulich verträgliche Begrünungsplanung entwickelt werden. In diesen Prozess fließen auch die Erfahrungen aus dem temporären Versuch sowie Rückmeldungen der Rostockerinnen und Rostocker ein.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Hansestadt Rostock/Veröffentlicht am 09.01.2026

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