München fördert barrierefreie Arztpraxen

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Das Gesundheitsreferat hat in Kooperation mit dem Sozialreferat ein neues Förderprogramm entwickelt, das die Barrierefreiheit in ärztlichen Praxen in München unterstützt. Jede Praxis kann bis zu 20.000 Euro für Maßnahmen wie den Umbau von barrierefreien Toiletten, das Installieren von Rampen in Eingangsbereichen, die Anschaffung von höhenverstellbaren Untersuchungsmöbeln oder induktiven Höranlagen erhalten. Für dieses dreijährige Pilotprojekt hat die Stadt München insgesamt 200.000 Euro bereitgestellt. München ist somit die erste deutsche Stadt, die eine solche Förderung mit eigenen Mitteln einführt.

Bürgermeisterin Verena Dietl erklärte, dass Barrierefreiheit in Arztpraxen eine entscheidende Rolle für die Inklusion spiele. Sie ermögliche es Menschen mit Behinderungen, Arztbesuche selbstständig und ohne fremde Unterstützung zu bewältigen. Das neue Förderprogramm trage wesentlich zur Förderung der Inklusion im Gesundheitswesen bei.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek betonte, dass eine barrierefreie Gesundheitsversorgung in München für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich sein müsse. Aus diesem Grund unterstütze man niedergelassene Ärzte dabei, Barrieren für Menschen mit Behinderungen zu eliminieren.

Sozialreferentin Dorothee Schiwy äußerte sich erfreut darüber, dass es gelungen sei, dieses wichtige Programm zu initiieren, da die Verbesserung der Barrierefreiheit in ärztlichen Praxen für Menschen mit Behinderung unverzichtbar sei.

Laut einem gemeinsamen Beschluss des Gesundheits- und Sozialausschusses wird das Gesundheitsreferat beauftragt, ein Förderprogramm zu erstellen und einen entsprechenden Fördertopf einzurichten. Die benötigten Haushaltsmittel hierfür werden aus den Mitteln des Sozialreferats bereitgestellt. Das Programm, das in einer dreijährigen Pilotphase getestet wird, soll die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Gesundheitswesen verbessern und die freie Arztwahl unterstützen. Die Förderrichtlinien werden derzeit ausgearbeitet.

Die endgültige Zustimmung des Empfehlungsbeschlusses durch die Vollversammlung des Stadtrats steht noch aus.

siehe dazu auch:  Mit Büchern gegen Depressionen bei Jugendlichen

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt München / Veröffentlicht am 20.06.2024

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