Wie sicher ist der Schulweg aus Sicht von Kindern? Mit dieser Frage haben sich die Schülerinnen und Schüler der St.-Georg-Schule in Rostock vom 27. bis 29. Mai 2026 intensiv beschäftigt. Im Rahmen eines Projekts zur Verkehrssicherheit nahmen 32 Kinder aus allen vier Klassenstufen ihr Schulumfeld genau unter die Lupe.
Als Verkehrsdetektivinnen und Verkehrsdetektive untersuchten sie, wo sie sich auf ihrem Schulweg sicher fühlen und an welchen Stellen sie Probleme sehen. Die Verkehrswoche ist Teil der städtischen Aktivitäten zur Schulwegsicherung. In der Stadtverwaltung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock arbeiten mehrere Fachbereiche gemeinsam daran, die Verkehrssicherheit im Umfeld von Schulen und sozialen Einrichtungen zu verbessern.
Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger betonte, dass Schulwegsicherheit damit beginne, Kindern zuzuhören. Kinder nähmen Straßenräume oft anders wahr als Erwachsene. Wer sichere Wege schaffen wolle, müsse deshalb ihre Erfahrungen und Hinweise ernst nehmen und in die Planungen einbeziehen. Zum Abschluss der Projekttage stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse der Oberbürgermeisterin vor. Für ihr Engagement erhielten sie Urkunden.
Zu Beginn des Projekts erfassten die Kinder gemeinsam mit ihren Klassen, wie sie normalerweise zur Schule kommen, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, Roller, Bus oder Auto. Anschließend markierten sie auf einer großen Karte die Orte, die sie als sicher oder unsicher empfinden. Ergänzend bekamen alle Schülerinnen und Schüler ein Schulwegtagebuch sowie einen Fragebogen für die Eltern.
Am zweiten Projekttag zählten die Kinder den Verkehr an verschiedenen Stellen im Umfeld der Schule. Außerdem fotografierten sie gelungene und problematische Situationen im Straßenraum. Bei einer Rollstuhl-Aktion erhielten sie zusätzlich neue Einblicke in Fragen der Mobilität und Verkehrssicherheit.
Begleitet wurde das Projekt vom Fachbereich Bürgerbeteiligung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, vom Tiefbauamt mit der Verkehrsbehörde und der Straßenmeisterei sowie vom Amt für Schule und Sport. Als direkte Maßnahme wurde in der St.-Georg-Straße bereits eine Verkehrsverengung eingerichtet.
Tiefbauamtsleiter Heiko Tiburtius erklärte, dass die Stadt sich den örtlichen Gefahrenstellen konkret stellen müsse, wenn die Verkehrssicherheit verbessert werden solle. Auf dieser Grundlage könnten dann digitale Schulwegpläne erstellt sowie verkehrslenkende und bauliche Maßnahmen umgesetzt werden.
Derzeit werden Schulwegpläne für fünf Schulen vorbereitet. Ziel ist es, Schulwege umfassend zu betrachten und sichere Wege für Kinder besser sichtbar zu machen. Die Maßnahmen werden schrittweise umgesetzt und orientieren sich auch an einem Auftrag der Rostocker Bürgerschaft, ein Verkehrssicherheitskonzept für Kitas, Horte, Schulen sowie Alten- und Seniorenheime und Krankenhäuser zu entwickeln.
In den vergangenen Jahren wurden bereits verschiedene Verbesserungen vorgenommen. Dazu zählen erneuerte Fußgängerüberwege an mehreren Schulstandorten, verbesserte Querungsstellen sowie optimierte Sichtbeziehungen durch veränderte Verkehrsführungen und Halteverbote. Ergänzend setzt die Stadt regelmäßig mobile Geschwindigkeitsanzeigetafeln ein, um das Tempo im Straßenverkehr zu senken.
Ellen Eger, Abteilungsleiterin der Rostocker Verkehrsbehörde, sagte, dass weitere Maßnahmen bereits in Planung oder Prüfung seien, unter anderem an der Kopenhagener Straße, an der Waldemarstraße und an der Borwinschule. Langfristig sei es wünschenswert, dass jede Schule auf einen eigenen Schulwegplan zurückgreifen könne. Zugleich verwies sie darauf, dass Verkehrssicherheit nicht nur bauliche Maßnahmen bedeute. Auch Verkehrserziehung sei wichtig, im Umgang mit Fahrrad, Roller oder dem Zufußgehen. Erwachsene hätten dabei eine große Vorbildfunktion.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Hansestadt Rostock/Veröffentlicht am 29.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.