Die häufigen Wechsel zwischen Frost und Tauwetter in den vergangenen Wochen haben Hamburgs Straßen spürbar zugesetzt. Die Zahl der Schlaglöcher ist deutlich gestiegen. Wie groß die Schäden insgesamt sind und welche Kosten daraus entstehen, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beziffern, weil die Frost-Tau-Phase weiterhin andauert. Aufgrund der anhaltenden Wetterlage ist damit zu rechnen, dass bis in die Sommermonate hinein immer wieder neue Schlaglöcher entstehen können. Um die Verkehrssicherheit zu sichern und Schäden schnell zu beheben, startet die Stadt jetzt eine abgestimmte, gemeinsame Aktion zur systematischen Schlaglochbeseitigung.
Finanzen und Bezirke
Finanzsenator Dr. Andreas Dressel erklärte, die aktuelle Frostperiode stelle die Stadt vor erhebliche Herausforderungen. Mit der gebündelten Maßnahme zur Schlaglochbeseitigung solle erreicht werden, dass wetterbedingte Straßenschäden so schnell wie möglich wieder instand gesetzt werden. Dabei setze man auf eine effiziente Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie auf eine transparente Information der Bürgerinnen und Bürger. Zugleich machte er deutlich, dass bis zum Sommer weiterhin neue Schäden auftreten könnten, weshalb die Stadt dranbleibe und weiter in die Qualität der Straßen investiere.
Verkehrssenator Dr. Anjes Tjarks betonte, dass Hamburg die Schlaglöcher nun gemeinsam und entschlossen angehe. Durch die enge Kooperation der Bezirksämter, der Hamburg Port Authority (HPA) und der beauftragten Dienstleister könnten Reparaturen gezielt und effizient umgesetzt werden, ohne dass die Beteiligten miteinander um knappe Ressourcen konkurrieren müssten. Ziel sei, die Straßen möglichst rasch wieder gut befahrbar zu machen, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und die Schäden nach dem ungewöhnlich langen und kalten Winter wirksam zu beheben.
Ab sofort beauftragen die Bezirksämter und die HPA ihre Dienstleister und Straßenbaufirmen, festgelegte Straßenzüge systematisch abzufahren. Dabei werden gefundene Schlaglöcher mit Heißasphalt verfüllt. Zusätzlich werden Schäden im Rahmen regelmäßiger Begehungen erfasst, nach Dringlichkeit eingeordnet und die Instandsetzungen entsprechend priorisiert.
Wo die Kapazitäten der eigenen Bauhöfe nicht ausreichen, werden die Dienstleister aus dem Rahmenvertrag gezielt und nach Gebieten zugeordnet. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass städtische Akteure dieselben Firmen parallel anfragen und sich gegenseitig ausbremsen. Stattdessen werden die Reparaturen gebündelt und damit effizienter organisiert.
Die Arbeiten beginnen auf den Hauptverkehrsstraßen sowie dort, wo besonders gefährliche Schäden auf Nebenstraßen festgestellt werden. Danach folgen Bezirksstraßen mit gesamtstädtischer Bedeutung. Abschließend werden die übrigen Bezirksstraßen abgearbeitet.
Um das Tempo zu erhöhen, wurde die Wertgrenze für die Vergabe von Aufträgen an Unternehmen bereits befristet angehoben: Statt 45.000 Euro sind vorübergehend bis zu 100.000 Euro möglich. Damit sollen Kapazitäten schneller verfügbar werden und Aufträge durch Bündelung wirtschaftlicher und zügiger umgesetzt werden.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Hamburg/Veröffentlicht am 18.02.2026