Der Schulwettbewerb E-Waste Race startet unter dem neuen Namen Elektro-Cup in die nächste Runde. Unter der Schirmherrschaft von Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer sammeln Schülerinnen und Schüler aus neun Schulen in Hannover und der Region Elektroschrott in ihrer Nachbarschaft.
Der offizielle Startschuss fiel am 25. August 2026 im Gymnasium Mellendorf. Gesammelt wird vom 31. August bis zum 23. September. Die Schule mit der größten Sammelmenge gewinnt einen Ausflug nach Bremen.
Elektroschrott soll fachgerecht verwertet werden
Im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht nicht nur der freundschaftliche Vergleich zwischen den Schulen. Ziel ist es vor allem, alte Elektrogeräte einer fachgerechten Verwertung zuzuführen und wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen.
Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sprechen Familien, Nachbarinnen und Nachbarn an, organisieren Abholungen und sammeln die Geräte außerhalb des regulären Unterrichts. Dabei setzen sie sich mit Konsum, Weiterverwendung, Reparatur und Recycling auseinander. Funktionierende Geräte sollen nach Möglichkeit weitergegeben werden.
Rückgang bei Elektroaltgeräten in Niedersachsen
Der Wettbewerb startet in einer Zeit, in der neue Zahlen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen den Handlungsbedarf zeigen. Im Jahr 2024 wurden in Niedersachsen rund 85.500 Tonnen Elektro- und Elektronikaltgeräte zur Erstbehandlung abgegeben.
Das waren 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Bundesweit stieg die erstbehandelte Menge dagegen um 1,5 Prozent. Niedersachsen hatte einen Anteil von 9,3 Prozent am bundesweiten Aufkommen.
Gleichzeitig zeigt die Statistik, wie groß das Recyclingpotenzial ist. 80,8 Prozent der niedersächsischen Menge wurden dem Recycling zugeführt oder zur Wiederverwendung vorbereitet. Das entspricht rund 69.100 Tonnen.
Haushaltskleingeräte im Fokus
Den größten Anteil machten Haushaltskleingeräte einschließlich Photovoltaikmodulen aus. Mit rund 30.100 Tonnen entfielen 35,2 Prozent auf Geräte wie Staubsauger, Toaster, Bügeleisen und Hi-Fi-Anlagen.
Genau solche Elektro-Kleingeräte stehen auch beim Elektro-Cup im Mittelpunkt. Gesammelt werden unter anderem kleine Geräte, Kabel und Handys.
Sabine Kästner von der lavera Thomas Haase Stiftung sieht in dem Wettbewerb eine konkrete Gemeinschaftsaufgabe, durch die Schülerinnen und Schüler einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten können. Durch die Förderung der Stiftung seien seit 2022 bereits 64 Tonnen Elektro-Kleingeräte gesammelt worden, allein im vergangenen Jahr fast 16 Tonnen.
Neun Schulen nehmen teil
Am Elektro-Cup beteiligen sich in dieser Runde neun Schulen aus Hannover und der Region. Dabei sind die Wilhelm-Raabe-Schule Hannover, die Albert-Einstein-Schule Laatzen, die Goetheschule KGS Barsinghausen, das Gymnasium Mellendorf, die Gymnasium Schillerschule Hannover, die Bertolt-Brecht-Gesamtschule Seelze, die Grundschule Wettmar, die Montessori Schule Hannover und das Otto-Hahn-Gymnasium Springe.
Die fachgerechte Verwertung der gesammelten Geräte übernimmt der Recyclingpartner ELPRO Elektro Recycling GmbH. Geschäftsführer Dr. Heiko Marten betont, dass das Projekt jedes Mal zeige, wie stark sich Schülerinnen und Schüler für Recycling begeistern könnten.
Lernen durch eigenes Handeln
Auch die projektleitenden Lehrkräfte des Gymnasiums Mellendorf, Christian Kossenjans und Konstantin Schremmer, sehen im Elektro-Cup einen praktischen Zugang zu wichtigen Zukunftsthemen.
In Elektroschrott steckten wertvolle Rohstoffe, die ohne fachgerechte Entsorgung und Recycling verloren gingen. Durch den Wettbewerb würden die Schülerinnen und Schüler für Reduce, Repair und Recycle sensibilisiert. Entscheidend sei, selbst ins Handeln zu kommen und Ressourcen im Alltag bewusster zu schonen.
Projekt läuft zweimal jährlich
Der Elektro-Cup ist ein Schulwettbewerb der Initiative Das macht Schule und ein Gemeinschaftsprojekt mit der lavera Thomas Haase Stiftung. In Hannover, der Region Hannover und der Region Schaumburg wird er zweimal pro Jahr durchgeführt.
Die Initiative Das macht Schule unterstützt Lehrkräfte dabei, praxisnahe Projekte umzusetzen, die Selbstwirksamkeit, Lebenskompetenzen und Nachhaltigkeitsbewusstsein fördern. Die lavera Thomas Haase Stiftung fördert unter anderem Weiterbildungsprojekte und Umweltbildung.
Seit dem Start des Projekts in Niedersachsen im Jahr 2022 haben teilnehmende Schulen nach Projektangaben bereits mehr als 110.000 Elektroaltgeräte gesammelt. Das entspricht dem Gewicht von mehr als 60 Kleinwagen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Laverana GmbH/Veröffentlicht am 25.08.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.