Um den Herausforderungen durch die organisierte Drogenkriminalität entschlossen und abgestimmt zu begegnen, kamen heute in Hamburg Vertreterinnen und Vertreter deutscher Hafenstandorte, verschiedener Bundesministerien, der EU-Kommission, der Länderpolizeien, des BKA, des Zolls sowie der Hafenbetriebe zu einer Nationalen Hafensicherheitskonferenz zusammen. Die Veranstaltung wurde von Hamburgs Erstem Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher eröffnet. Für Bremen nahm Staatsrat Kai Stührenberg an den Gesprächen teil. Im Mittelpunkt standen technische Lösungen für Zugangskontrollen, Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen, gemeinsame Ermittlungsansätze sowie die Weiterentwicklung von Sensibilisierungskampagnen, die sich besonders an Beschäftigte in den Häfen richten.
Die Konferenz knüpft an bestehende Formate an, die den Austausch mit nationalen, europäischen und internationalen Partnern weiter vertiefen sollen. Dazu zählen unter anderem der Hafensicherheitsgipfel im Oktober 2023 in Hamburg sowie die Gründung der „Allianz sicherer Hafen“, in der sich zuständige Behörden und Akteure der Hafenwirtschaft vernetzen. Seit Mai 2024 ist zudem das gemeinsame Hafensicherheitszentrum (HSZ) in Hamburg aktiv. Es bündelt Fachwissen und Zuständigkeiten und unterstützt den Ausbau geeigneter Schutz- und Präventionsmaßnahmen. Dazu gehört unter anderem ein Hinweisgeberportal, das Hafenbeschäftigten eine anonyme und unkomplizierte Möglichkeit bietet, verdächtige Beobachtungen an Sicherheitsbehörden weiterzugeben.
Parallel dazu hat Hamburg seine Zusammenarbeit mit Rotterdam und Antwerpen vertieft, unter anderem im Rahmen des gemeinsamen „Three Ports Summit“. Ziel ist es, im Vorgehen gegen internationale Kriminalität noch enger zusammenzuarbeiten. In dieser Woche reiste Hamburgs Erster Bürgermeister gemeinsam mit seinen Kolleginnen aus Rotterdam und Antwerpen nach Brüssel, um mit EU-Kommissar Magnus Brunner über weitere Strategien zur Prävention und Bekämpfung von Drogenkriminalität zu sprechen. Bereits im Jahr zuvor hatten die drei Städte während einer gemeinsamen Reise nach Südamerika vereinbart, die Kooperation beim Kampf gegen internationale Drogenkriminalität auszubauen, um kriminelle Lieferketten möglichst früh zu unterbrechen.
Neben der intensiven Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden in Deutschland, den Niederlanden und Belgien tauschen sich die Häfen Hamburg, Rotterdam und Antwerpen seit 2021 im „Port Security Steering Committee“ über strategische Ansätze zur Verbesserung der Hafensicherheit und zur Sicherung von Containern aus.
Hamburgs Innensenator Andy Grote machte deutlich, dass die deutschen Hafenstandorte ihren Zusammenschluss weiter gefestigt hätten. Er betonte laut Mitteilung, die erzielten Fortschritte beim Schutz der Häfen seien erheblich und der eingeschlagene Kurs solle konsequent fortgeführt werden. Ziel sei es, das gemeinsame Netz gegen international agierende Drogenkriminalität immer enger zu ziehen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Hansestadt Hamburg/Veröffentlicht am 14.11.2025