Die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH setzt ihre Kunst-am-Bau-Initiative fort. Im August 2026 gestalteten drei internationale Street-Art-Künstler Fassaden in den Wernigeröder Wohnquartieren Stadtfeld und Burgbreite.
Beteiligt waren der italienische Künstler Alessio-B., der ebenfalls aus Italien stammende Street-Art-Künstler Tony Gallo sowie Giulia Yoshimura, die unter dem Künstlernamen Mura arbeitet.
Kunst am Bau soll Quartiere beleben
Bereits im März 2024 hatte die GWW mit einem Street-Art-Projekt für Aufmerksamkeit gesorgt. Im September 2025 präsentierte Geschäftsführer Christian Zeigermann dann ein 8 mal 10 Meter großes Wandbild von Alessio-B. an einem frisch sanierten Plattenbau. Es war nach Angaben der GWW das bislang größte Wandbild des Künstlers.
Mit der neuen Aktion führt die Wohnungsbaugesellschaft ihren Ansatz weiter, Plattenbauareale durch Kunst individueller, lebendiger und wiedererkennbarer zu gestalten. Neben Gebäuden im Stadtfeld wurden nun auch Häuserfronten im Kastanienwäldchen und in der Bert-Heller-Straße in Burgbreite einbezogen.
Internationale Künstler gestalten Fassaden
Tony Gallo wurde 1975 in Padua geboren und ist als Street-Art-Künstler und Maler tätig. Seine Werke zeigen fantasievolle Figuren mit tierischen oder menschlichen Merkmalen und kräftigen Farben. Sie greifen Träume und stille Emotionen auf.
Mura stammt aus Brasilien und zog 2021 von São Paulo nach Porto in Portugal, um dort Bildende Kunst zu studieren und ihre Technik weiterzuentwickeln. Ihre Arbeiten im öffentlichen Raum sind stark von botanischen Motiven geprägt.
Alessio-B. ist in Wernigerode bereits durch frühere Projekte bekannt und arbeitete erneut an den Fassaden der GWW.
Positive Reaktionen aus der Nachbarschaft
GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann berichtet, dass es bereits während der einwöchigen Gestaltungsphase viele positive Rückmeldungen von Bewohnerinnen und Bewohnern gegeben habe.
Aus Sicht der GWW schaffen die Wandbilder Orientierungspunkte im Quartier. Sie holen die Gebäude aus der Beliebigkeit, geben ihnen ein individuelles Gesicht und fördern Gespräche unter den Menschen, die dort leben.
Die Kosten für die Kunst am Bau lägen laut Zeigermann bei weniger als einem Prozent der Gesamtkosten einer Plattenbausanierung. Die Wirkung für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie für die Zukunft des Quartiers sei jedoch deutlich größer.
Gebäude, Freiflächen und Kunst als Einheit
Für die GWW gehören lebendige Quartiere aus mehreren Bausteinen zusammen. Neben den Gebäuden selbst und der Gestaltung der Freiflächen spielt aus Sicht des Unternehmens auch Kunst im öffentlichen Raum eine wichtige Rolle.
Zeigermann sieht in den Wandbildern Anziehungspunkte innerhalb der GWW-Viertel. Sie seien Teil des Stadtumbaus und sollten dazu beitragen, individuelle Stadträume und spannende Architektur zu schaffen.
Schüler arbeiteten mit Street-Art-Künstlern
Auch Schülerinnen und Schüler der Ganztagsschule Wernigerode-Burgbreite wurden in die Aktion einbezogen. Neunt- und Zehntklässler nahmen an einem Workshop mit Alessio-B. teil und konnten sich legal mit Graffiti ausprobieren.
In einer Schul-AG lernen die Jugendlichen bereits verschiedene Sprühtechniken. Beim Workshop halfen sie unter anderem dabei, ein Wandbild an der Schule in der für Alessio-B. typischen Schablonentechnik entstehen zu lassen.
Vorab trainierten die Schülerinnen und Schüler auf T-Shirts, Leinwänden und Papier nach eigenen Ideen.
Oberbürgermeister lobt Kunstprojekt
Auch Wernigerodes Oberbürgermeister Tobias Kascha besuchte den Workshop. Er würdigte die Kunst-am-Bau-Aktivitäten der GWW, weil dadurch moderne Kunstwerke im öffentlichen Raum entstünden, die sowohl für Bewohnerinnen und Bewohner als auch für Gäste der Harzstadt interessant seien.
Sabrina Hentschel, pädagogische Mitarbeiterin und Leiterin der Graffiti-AG der Ganztagsschule Burgbreite, dankte der GWW für die künstlerische Begegnung. Der Workshop-Tag habe die Teilnehmenden begeistert und motiviert, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Zusätzlich hielt die Podcast-AG der Schule das Projekt fest und interviewte die beteiligten Künstler.
Weitere Projekte sollen folgen
Für die GWW ist die dritte Street-Art-Aktion ein weiterer Schritt beim Ausbau von Kunst im öffentlichen Raum auf Plattenbau-Terrain.
Nach Vorstellung von Geschäftsführer Zeigermann könnte nach und nach eine Freiraumgalerie entstehen. Sie soll Bewohnerinnen und Bewohnern ebenso wie Interessierten Freude bereiten und dazu einladen, sich mit den Kunstwerken auseinanderzusetzen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH/Veröffentlicht am 28.08.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.