Zum Auftakt der temporären Spiel- und Nachbarschaftsstraßen laden die Stadt Stuttgart und die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH dazu ein, Straßenräume für einen Nachmittag neu zu entdecken. Für eine begrenzte Zeit verwandeln sich ausgewählte Straßen in Orte der Begegnung, an denen gespielt, geredet, musiziert, gegärtnert oder gemeinsam Zeit verbracht werden kann – offen für alle Generationen.
Die Initiative ist Teil des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliche Kommune“ und wird im Jahr 2026 weiter ausgebaut. Das Angebot richtet sich nicht mehr nur an Kinder und Jugendliche, sondern bewusst an die gesamte Nachbarschaft. In einem Alltag, in dem generationenübergreifende Begegnungen seltener geworden sind, sollen diese Formate Räume für Austausch und gemeinschaftliches Erleben schaffen.
Der erste Termin ist für den 20. März in Stuttgart-Nord vorgesehen. In den darauffolgenden Wochen und Monaten sind weitere Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet geplant. Insgesamt sind derzeit 42 Nachmittage an 22 Standorten in 17 Stadtbezirken vorgesehen.
Die Kinderbeauftragte der Stadt, Maria Haller-Kindler, hebt hervor, dass wohnortnahe Räume für Begegnung und Spiel in Stuttgart einen hohen Stellenwert haben. Besonders in dicht bebauten Stadtteilen mit wenigen Grünflächen und eingeschränkten Spielmöglichkeiten eröffnen die temporären Spiel- und Nachbarschaftsstraßen neue Chancen, den öffentlichen Raum gemeinsam zu nutzen und lebendiger zu gestalten. Jede einzelne Maßnahme leiste dabei einen Beitrag zu einer familienfreundlicheren und lebenswerteren Stadt.
Auch Marcus Moreno, verantwortlich für die offene Kinder- und Jugendarbeit bei der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH, sieht in dem Konzept eine wichtige Wirkung: Die Straßen machten Kinder im Stadtbild sichtbarer, förderten Bewegung und entwickelten sich zugleich zu Treffpunkten für die Nachbarschaft. Dadurch würden sie das soziale Miteinander stärken.
Während früher das Spielen auf der Straße selbstverständlich war, ist dies heute in vielen Stadtgebieten aufgrund von Verkehr und dichter Bebauung kaum noch möglich. Die temporären Spielstraßen schaffen zusätzliche Erfahrungsräume und lenken die Aufmerksamkeit auf das Recht auf Spiel, das in der UN-Kinderrechtskonvention verankert ist. Gleichzeitig zeigen sie, wie öffentlicher Raum anders genutzt werden kann.
Für die Dauer der Sperrung stehen die Straßen Kindern und Jugendlichen als Bewegungsfläche zur Verfügung – etwa zum Rennen, Rollerfahren, Skateboarden oder für Ballspiele und kreative Aktivitäten wie Kreidemalen oder Seilspringen. Gleichzeitig entsteht Raum für Begegnung und Austausch innerhalb der Nachbarschaft. Die Veranstaltungen werden pädagogisch begleitet, zudem werden Spielmaterialien und Anregungen bereitgestellt.
Eine Übersicht über alle Termine ist online unter www.kinderfreundliche-kommune.de abrufbar.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Stuttgart/Veröffentlicht am 16.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.