Am Freitag gaben die Berliner Forsten bekannt, wie die beiden neuen Wildschweine im Wildtierschaugehege der Revierförsterei Tegelsee heißen werden. Zuvor hatte die Instagram-Community zahlreiche originelle Namensideen eingereicht. Aus der Abstimmung gingen sechs Favoriten hervor, aus denen das Team der Revierförsterei schließlich die endgültige Wahl traf: Die einjährige Bache erhielt den Namen Amy Schweinhouse, der zweijährige Keiler heißt nun Keiler Minogue.
Insgesamt waren knapp 80 Vorschläge eingegangen – viele davon humorvoll und mit typisch Berliner Charme.
Für besondere Freude sorgte eine unerwartete Nachricht: Während eines heftigen Sturms am 26. Juni brachte Amy ein Frischling zur Welt. Der Revierförster entschied sich, das Jungtier Ziros zu nennen – in Anlehnung an das Wetterereignis. Da die Mutter ihr Junges gut verborgen hielt, fiel sein Nachwuchs erst deutlich später auf. Das Geschlecht ist bisher noch unklar.
Ein ähnliches Ereignis spielte sich im Damwild-Gehege der Revierförsterei Spandau ab. Dort kam am 23. Juni ebenfalls während eines Sturms ein kleiner Hirsch zur Welt. Das Tier ging im Chaos verloren und wird nun von einer Försterin aufgezogen, die ihm den Namen Max gab.
Amy Schweinhouse, Keiler Minogue und Ziros stammen ursprünglich aus dem Schaugehege des Stadtforstes Uelzen und zogen Ende April nach Berlin. Nach rund elf Wochen ohne Bewohner ist das Tegeler Gehege damit wieder belebt. Zuvor war dort kurz vor Weihnachten ein Ausbruch der Wild- und Rinderseuche festgestellt worden. Nach einer von der Veterinäraufsicht festgelegten Ruhezeit können nun wieder Tiere sicher gehalten werden.
Geplant ist, in Zukunft weitere Tiere aus anderen Gehegen der Berliner Forsten nach Tegelsee zu bringen. Das Einfangen von frei lebenden Wildtieren ist aus Gründen des Tierschutzes nicht erlaubt.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Berlin/ Veröffentlicht am 08.08.2025