Angebot zu Demenz-Schulungen feiert 10ten Geburtstag

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Seit dem 13. Dezember 2013 können sich Interessierte in Dresden in einem speziellen Kurs über Demenz fortbilden, lokale Angebote kennenlernen und über Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit austauschen – und das kostenlos und leicht zugänglich für alle. Diese Möglichkeit entstand dank einer Kooperation zwischen dem Sozialamt der Landeshauptstadt Dresden und dem Dresdner Pflege- und Betreuungsverein, der im Auftrag der Stadt die Schulungen durchführt.

Die Seminare haben einen großen Erfolg verzeichnet, wie Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann betonte. Was einst als Fortbildung für Polizisten begann, ist heute ein Angebot für alle Dresdner. Die Schulungen zu Demenz haben Tausende von Teilnehmern erreicht und begeistert. Dies liegt an einem überzeugenden Konzept: Die Zugänglichkeit ist bewusst niedrig gehalten. Es reicht, sich anzumelden und teilzunehmen. Fachleute teilen ihr Wissen und sprechen offen über Schwierigkeiten im Umgang mit Demenz. Es wird weder beschönigt noch dramatisiert, was Berührungsängste mindert und die Hilfsbereitschaft fördert. Dies macht die Demenz-Schulungen zu einem gelungenen Beispiel für soziale Innovation und lokale Zusammenarbeit. Die erfolgreiche Partnerschaft soll fortgeführt werden.

Der Dresdner Pflege- und Betreuungsverein bietet Grund- und Aufbauseminare zu Demenz für Laien und Profis an. Im Grundseminar werden Informationen über das Krankheitsbild, die Bedeutung einer ärztlichen Diagnose und Anlaufstellen vermittelt. Zudem gibt es praktische Tipps für die Kommunikation mit Demenzkranken. Auch Dresdner Einrichtungen, die unterstützen und entlasten können, werden vorgestellt. Das Aufbauseminar bietet einen Einblick in die Methode der Validation, die sowohl eine Methode als auch eine Haltung im Umgang mit Menschen mit Demenz darstellt. Es wird auf verändertes Verhalten und den angemessenen Umgang mit Herausforderungen eingegangen. In allen Schulungen ist Raum für Fragen und persönliche Anliegen. Die Seminare, die drei bis fünf Stunden dauern, sind kostenlos und können auf Anfrage auch online besucht werden.

Die Schulungstermine werden auf der Website www.dresden.de/demenz und im Dresdner Amtsblatt veröffentlicht. Der nächste Termin ist am Dienstag, 9. Januar 2024. Anmeldungen werden vom Dresdner Pflege- und Betreuungsverein e. V. unter der Telefonnummer 0351-4166047 oder per E-Mail an demenz@dpbv-online.de entgegengenommen.

Die erste Demenz-Schulung, der ursprünglich von zwanzig Dresdner Polizisten am 13. Dezember 2013 besucht wurde, war wegweisend für viele weitere Schulungen dieser Art. Ursprünglich richtete sich das Angebot an Berufsgruppen außerhalb der Pflege, die im Kontakt mit Demenzkranken standen. Doch später wurde es auch für Angehörige, Nachbarn und Interessierte geöffnet und ist heute ein Angebot für alle Dresdner.

Die Zahl der Menschen mit Demenz in Dresden ist seit Beginn der Demenz-Schulungen von 8.200 auf etwa 13.100 gestiegen. Jedes Jahr kommen etwa 3.200 Neuerkrankte hinzu. Demenz führt typischerweise zu Einschränkungen im Alltag, indem sie das Gedächtnis, das Denkvermögen, die Orientierung und die Sprache beeinträchtigt. Dies bedeutet Veränderungen und neue Herausforderungen, nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für ihre Angehörigen und Nahestehenden.

Die Stadtverwaltung unterstützt Betroffene und ihre Angehörigen mit lokalen Informations-, Beratungs- und Begegnungsangeboten, die ergänzend zu den gesetzlichen Leistungen der Kranken- und Pflegekassen bereitgestellt werden. Die Sensibilisierung der Bevölkerung für Herausforderungen und Lösungen im Umgang mit Demenz ist ein Schwerpunkt des kommunalen Engagements. Neben den Demenz-Schulungen bietet die Stadt auch Veranstaltungen für Menschen mit und ohne Demenz zum „Internationalen Welt-Alzheimertag“ am 21. September und während der „Woche der Demenz“ an.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Dresden / Veröffentlicht am 13.12.2023

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