80 barrierefreie Taxis in Berlin

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Am Brandenburger Tor in Berlin wurde am Freitag das neue Mobilitäts-Angebot für Menschen mit Beeinträchtigungen vorgestellt. An der Präsentation nahmen der Staatssekretär für Soziales, Aziz Bozkurt, Freenow-Präsident Alexander Mönch und Inklusions-Aktivist Raul Krauthausen teil.

Die Mobilitäts-App Freenow startet in Zusammenarbeit mit engagierten Taxiunternehmen einen neuen Service mit anfänglich 80 barrierefreien Fahrzeugen. Dieser Service ermöglicht Menschen mit Behinderungen durch gezielte und unkomplizierte Buchung flexible Mobilität, sowohl spontan als auch auf Vorbestellung.

Seit 2018 unterstützt das Land Berlin den Umbau und die Neuanschaffung barrierefreier Taxen, um die Anzahl der Inklusionstaxen zu erhöhen. Dank dieser Förderung können Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ihre Fahrtwünsche spontan realisieren und gleichzeitig das Angebot des besonderen Fahrdienstes für Menschen mit Behinderungen denen überlassen, die auf Assistenz angewiesen sind.

Berechtigte des besonderen Fahrdienstes in Berlin können ein Taxi nutzen und sich die Kosten vom Landesamt für Gesundheit und Soziales erstatten lassen. Die Senatssozialverwaltung plant, den Eigenanteil bei der Nutzung des Taxikontos zu streichen und die monatliche Zuzahlung für Taxifahrten zu erhöhen.

Senatorin Cansel Kiziltepe betonte, dass Mobilität eine Voraussetzung für Inklusion, Partizipation und gesellschaftliche Teilhabe sei. Die selbstbestimmte Mobilität von Menschen mit Behinderungen sei von zentraler Bedeutung. Das Ziel des Senats von Berlin sei es, bei der Buchung von Inklusionstaxen größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten. Barrierefreiheit sei ein Qualitätsstandard in allen Lebensbereichen, und nun werde dies auch durch die Unterstützung von Freenow und den barrierefreien Taxis in der App umgesetzt.

Freenow-Präsident Alexander Mönch äußerte Stolz darüber, dass die App nun auch in Berlin eine inklusive Mobilitätsoption anbiete. Er dankte den engagierten Taxipartnern, und betonte die Notwendigkeit der spontanen und unkomplizierten Verfügbarkeit von barrierefreien Fahrzeugen. Die Flotte umfasst mehr als die Hälfte der lizenzierten barrierefreien Taxis in Berlin, und es werde bereits daran gearbeitet, die Anzahl der verfügbaren Fahrzeuge weiter zu steigern.

siehe dazu auch:  2.360 E-Auto-Ladepunkte im öffentlichen Raum

Vor der offiziellen Einführung testeten Mitglieder des Berliner Vereins Sozialheld*Innen das Angebot.

Gründer Raul Krauthausen des Vereins Sozialheld*Innen betonte, dass mit der Bündelung von 80 barrierefreien Taxis in Berlin eine dringend benötigte Maßnahme umgesetzt werde. Diese Maßnahme werde sich positiv auf das Angebot für mobilitätseingeschränkte Menschen auswirken. Jedoch sei es unabdingbar, die Anzahl der barrierefreien Taxis in Berlin weiter zu erhöhen, um ein flächendeckendes Angebot mit kurzen Wartezeiten zu gewährleisten. Hierfür sei neben politischem Willen und ausreichender finanzieller Förderung auch eine Anstrengung seitens der Taxibranche erforderlich.

Die barrierefreien Fahrzeuge können ab sofort über die Freenow-App bestellt werden. Nach Eingabe des Zielortes erscheint eine Option mit dem Titel „Barrierefrei“, die sowohl für spontane Beförderungen als auch zur Vorbestellung gewählt werden kann.

Hintergrundinformation: Das Förderprogramm für den Umbau bzw. den Kauf von Inklusionstaxen erhielt von 2019 bis 2023 insgesamt 19,97 Millionen Euro. Die Förderrichtlinie des Landes Berlin wurde am 29.12.2023 angepasst, um die Förderquote für e-Inklusionstaxen zu erhöhen, und der Förderzeitraum wurde bis zum 31.12.2025 verlängert. Das Land Berlin finanziert den besonderen Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen, das „WirMobil“, vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2026 mit 41,2 Millionen Euro. Im Haushalt 2024/2025 wurden für das Taxikonto Haushaltsmittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Aktuell sind 19.086 Menschen mit Behinderung berechtigt, den Sonderfahrdienst zu bestellen, und im Dezember 2023 nutzten etwa 9.600 Menschen das Angebot. Im Jahr 2023 wurden rund 102.000 Fahrten durchgeführt.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Berlin / Veröffentlicht am 19.01.2024

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