Blauzungenkrankheit in Hessen angekommen

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In Hessen wurde ein Fall von Blauzungenkrankheit bei einem Rind bestätigt, wie das Landwirtschaftsministerium am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Ein erkranktes Tier wurde in Alsfeld im Vogelsbergkreis entdeckt. Die Untersuchungen des Hessischen Landeslabors in Gießen bestätigten den Verdacht auf die Blauzungenkrankheit. Diese Krankheit betrifft Wiederkäuer wie Rinder, Schafe, Ziegen und Kameliden.

Aufgrund dieses Vorfalls verliert Hessen seinen BTV-Freiheitsstatus, teilte das Ministerium mit. Das hat direkte Auswirkungen auf die Tierhalter: Ab sofort dürfen keine Tiere mehr in seuchenfreie Regionen innerhalb der EU transportiert werden, auch nicht in angrenzende Bundesländer mit Freiheitsstatus. Deutschland galt lange Zeit als seuchenfrei, bis im Oktober 2023 erstmals das Blauzungenvirus des Serotyps 3 in den Niederlanden auftrat. Derzeit ist dieser Virustyp in Belgien, den Niederlanden und Deutschland verbreitet. Neben Hessen sind auch Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Rheinland-Pfalz betroffen.

Das Land Hessen hat kürzlich die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit für Wiederkäuer zugelassen und gewährt einen Zuschuss von zwei Euro pro Impfdosis bei Schafen und drei Euro pro Dosis bei Rindern. Um einen wirksamen Impfschutz aufzubauen, sind bei Rindern zwei Impfdosen im Abstand von etwa drei Wochen erforderlich, während Schafe und Ziegen nur einmal geimpft werden müssen. Etwa 400.000 Rinder und 165.000 Schafe werden in Hessen gehalten.

Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Vogelsbergkreises ist in die Maßnahmen rund um den Blauzungen-Fall in Alsfeld eingebunden. In enger Abstimmung mit dem Ministerium führt das Veterinäramt dort die Probenahme der Tiere durch.

Die Blauzungenkrankheit, auch bekannt als „Bluetongue“ (BT), wird durch ein Virus verursacht, das durch blutsaugende Mücken übertragen wird, nicht von Tier zu Tier. Besonders für Schafe und Ziegen kann die Krankheit tödlich enden. Der Erreger ist für Menschen nicht übertragbar, daher können Fleisch, Milch und daraus hergestellte Produkte bedenkenlos verzehrt werden.

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Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land Hessen / Veröffentlicht am 05.07.2024

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