„Bio gemeinsam genießen“ – Tagung in Stuttgart

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Anlässlich der Tagung „Bio gemeinsam genießen“ hob Minister Peter Hauk die Bedeutung der Gemeinschaftsverpflegung als wesentlichen Partner für die heimische Landwirtschaft und den ökologischen Landbau in Baden-Württemberg hervor.

Er betonte, dass der Einsatz von bio- und besonders bio-regionalen Lebensmitteln in Kantinen und Mensen zu einer nachhaltigen, gesundheitsfördernden und genussvollen Ernährung beitrage. Diese könne durch ein ausgewogenes und nachhaltiges Speiseangebot sowie die Beschaffung von bio-regionalen und saisonalen Lebensmitteln erreicht werden. Dabei könne die Gemeinschaftsverpflegung einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig die heimische Agrar- und Ernährungswirtschaft stärken sowie regionale Arbeitsplätze sichern, so der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR).

Das Land unterstütze seit Langem das Projekt „Schmeck den Süden – Genuss außer Haus“, um regionale sowie bio-regionale Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung zu fördern. Zudem habe das Ministerium mit dem Projekt „Bio in der Gemeinschaftsverpflegung in Bio-Musterregionen“ viele Anregungen für den Aufbau, die Stärkung und die Vernetzung regionaler Wertschöpfungsketten gegeben. Ziel sei es, den Einsatz regionaler, ökologisch erzeugter und fair gehandelter Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung zu erhöhen und damit das Essensangebot nachhaltiger zu gestalten.

Die Bio-Zertifizierung biete vielfältige Vorteile, so Minister Hauk. Sie erlaube den Einsatz von Bio-Lebensmitteln im Speiseplan und schaffe die Möglichkeit, sich in einem wachsenden Marktsegment zu profilieren. Zudem führten Maßnahmen, die auf der begleitenden Messung der Lebensmittelabfälle beruhten, zu einer Reduzierung der Lebensmittelverschwendung. Betriebe könnten Kosten einsparen und in die Qualität der Lebensmittel und des Essens investieren, führte der Minister weiter aus.

Er betonte auch das Vorhaben, ab 2024 das Potenzial zur Steigerung bio-regionaler Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung noch stärker zu nutzen und die Qualität der Verpflegung in Baden-Württemberg nachhaltig zu verbessern. Dafür sei geplant, an die bisherigen Projekterfolge anzuknüpfen und weitere Einrichtungen und Betriebe für eine zweite Projektrunde zu gewinnen.

Die Tagung fand im Rahmen des Projekts „Bio in der Gemeinschaftsverpflegung in Bio-Musterregionen“ statt, das die Umsetzung der Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die Erhöhung des Einsatzes regionaler Bio-Lebensmittel auf mindestens 30 Prozent und die Durchführung einer Bio-Zertifizierung zum Ziel hat. Die gesteigerte Nachfrage nach regionalen Bio-Lebensmitteln soll die Produktion in Baden-Württemberg ankurbeln und gleichzeitig die Umsetzung des Aktionsplans „Bio aus Baden-Württemberg“ und das Ziel der Landesregierung unterstützen, bis 2030 etwa 30 bis 40 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen nach den Regeln des ökologischen Anbaus zu bewirtschaften.

Über 30 Einrichtungen und Betriebe aus sechs Bio-Musterregionen nehmen an dem Projekt teil und repräsentieren verschiedene Lebensbereiche wie Schule, Kita, Betriebe, Kliniken und Senioreneinrichtungen.

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