Erfolgreich umgesetzte Projekte beim Raumkompass-Festival „Anberaumt!“

Datum:

Kunst und Kultur in leerstehenden Räumen: Das Raumkompass-Festival „Anberaumt!“ wirft einen Blick zurück auf erfolgreiche Projekte und erkundet weitere Potenziale von Kulturräumen in Nürnberg. Vom 11. bis zum 28. Januar 2024 feiert das Festival die Vielfalt der Kunst- und Kulturszene mit Ausstellungen, Veranstaltungen, Diskussionen und offenen (Atelier-)Türen in der gesamten Stadt. Alle Veranstaltungen während des Festivals sind kostenfrei zugänglich.

„Anberaumt!“ bietet erstmals einen Überblick über von Künstlerinnen und Künstlern genutzte Immobilien im Raumkompass-Netzwerk. Es zeigt deren Strategien, Potenziale und Herausforderungen auf. Akteure der freien Kunst- und Kulturszene präsentieren über 18 Tage ihre Arbeit in den vom Raumkompass vermittelten oder anderweitig unterstützten Räumlichkeiten. Seit 2020 unterstützt der Raumkompass im Amt für Kultur und Freizeit (Kuf) künstlerische und kulturelle Nutzungen leerstehender Räume durch Beratung und Vernetzung von Anbietenden und Suchenden.

Beispielsweise entstand ein Kunst-Raum in einer ehemaligen Backstube in der Sperberstraße, heute als Studio 95 als analoges Fotostudio genutzt. In der Bulmannstraße entstand eine neue Ateliergemeinschaft in einem ehemaligen Druckereigebäude, wo neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Ein ehemaliger Supermarkt am Euckenweg 33 in Langwasser wurde ebenfalls umgewidmet. Während des Festivals sind diese und viele weitere Kulturorte und Menschen vor Ort erlebbar.

Der zentrale Treffpunkt des Festivals ist die w-i Galerie in der Albrecht-Dürer-Straße 1. Hier eröffnet am Donnerstag, den 11. Januar 2024, um 17 Uhr die Begleitausstellung zu „Anberaumt!“. Zusätzlich finden donnerstags und freitags von 11 bis 17 Uhr während des Festivals offene Raumkompass-Sprechstunden in der w-i Galerie statt. Die Grafikerin Sandra Franke, deren Atelier sich in der w-i Galerie befindet, betont: „Mein Ziel ist es, Künstlerinnen und Künstlern ein Schaufenster in der Stadt zu ermöglichen sowie Kulturschaffenden, Interessierten und Anwohnenden einen lebendigen Ort der Begegnung, Bildung und des kulturellen Austauschs zu bieten.“

Die Podiumsdiskussion „Von der Kunst (und Notwendigkeit), Räume zu erschaffen“ im Künstlerhaus, Königstraße 93, am Samstag, den 27. Januar, um 19 Uhr bietet direkte Einblicke ins Thema. Daniel Schnier, ein Pionier der kulturellen Zwischennutzung und Architekt aus Bremen, eröffnet die Veranstaltung mit einem Impuls zur Bedeutung kultureller Zwischennutzungen im gesamten Bundesgebiet. Anschließend moderiert Maria Trunk, Ansprechpartnerin für den „Raumkompass“ im Kuf, das Podium mit Dr. Marian Wild (Kunsthistoriker und Nürnberger Kulturpreisträger), Ulrike Manestar (Berufsverband professioneller Bildender Künstlerinnen und Künstler Nürnberg Mittelfranken), Phil Selig (Borgo Ensemble, Unser Haus) und Maja Bogaczewicz (Global Art-Wohnzimmer, Atelier & Galerie Maja Bogaczewicz).

Das Festival „Anberaumt!“ verdeutlicht aus Sicht des Kuf: Eine lebendige Kunst- und Kulturszene trägt wesentlich zur Stadtgesellschaft bei, und der Raumkompass spielt hier eine bedeutende Rolle. Im Rahmen der Kulturstrategie der Stadt Nürnberg unterstützt der Raumkompass Akteure der freien Kulturszene bei der Raumsuche und der Kontaktaufnahme mit Immobilienbesitzenden. Die Beratungsstelle vermittelt kurz-, mittel- und langfristige Vermietungen und trägt so dem großen Raumbedarf der Kulturszene in Nürnberg Rechnung.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Nürnberg/ Veröffentlicht am 09.01.2024

teilen:

beliebt

könnte auch interessant sein
ähnliche

Tag der Archive unter dem Motto „Essen und Trinken“

Am "Tag der Archive" vom 1. bis 3. März...

„Safe Party People“ Projekt klärt über Lachgas als Partydroge auf

Der Verein Basis und die Schutzmänner vor Ort führen...

Gleichstellungskonzepte der Hochschulen in Niedersachsen überzeugen

Niedersachsens Hochschulen erhielten heute Rückenwind für die Gleichstellung, da...

Bonn als „Europäische Waldhauptstadt 2024“ ausgezeichnet

Bonn wurde von dem European Forest Institute (EFI) als...