Freiburg pflanzt Echte Mehlbeere, den Baum des Jahres 2024

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Nach der bescheidenen Moorbirke wird in diesem Jahr die robuste Echte Mehlbeere gefeiert: Die Sorbus aria ist ein Pionierbaum, der auch mit wenig Wasser gut bei Trockenheit gedeiht. Die Auszeichnung der Dr. Silvus Wodarz Stiftung als Baum des Jahres 2024 soll auf den Klimawandel als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit hinweisen. Gemeinsam mit Kindern der Kita Vauban wird Bürgermeister Martin Haag eine Echte Mehlbeere auf dem Spielplatz „Grünspange“ an der Rahel-Varnhagen-Straße in Vauban pflanzen.

Haag erklärt, dass die Tradition, den Baum des Jahres seit 2010 zu pflanzen, auch in diesem Jahr fortgesetzt wird. Die Wahl der Echten Mehlbeere als Baum des Jahres sei wichtig, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die heimische Fauna zu verdeutlichen. Besonders erfreulich sei es, dass die Kinder auf dem Spielplatz den Baum wachsen sehen können.

Die Sorbus aria ist ein kleiner Baum, der etwa 12 bis 15 Meter hoch wird und robust ist, insbesondere was den Wasserbedarf betrifft. Sie bevorzugt lichte, sonnige Standorte und hat trotz der Klimaerwärmung Einzug in unsere heimischen Wälder gehalten. Auch in städtischen Gebieten gedeiht der Baum gut, vorausgesetzt, die Bodenverhältnisse sind geeignet und die Flächen nicht mit Streusalz belastet.

Im Gegensatz zur bekannteren Vogelbeere oder Eberesche (Sorbus aucuparia) bevorzugt die Mehlbeere kalkreiche Böden. Sie ist in Heidegebieten, auf Mager- und Trockenrasen sowie an warmen Felshängen anzutreffen.

Die Blätter der Mehlbeere sind das ganze Jahr über unterseits silbergrau filzig behaart. Dies ist typisch für viele Baumarten, die an Trockenstandorte angepasst sind, da es die sommerliche Verdunstung der Blätter verringern kann, ohne den Gasaustausch oder die Photosynthese zu beeinträchtigen. Die auffälligen cremefarbenen Doldenblüten erscheinen im Mai und werden von Bienen besucht.

Das Holz der Mehlbeere hat keine große forstliche Bedeutung, da es keine großen Dimensionen erreicht. Es gehört jedoch zu den härtesten europäischen Hölzern und wird gerne für Fassdauben oder Werkzeugstielen verwendet. Es ist witterungsfest und leicht zu bearbeiten, daher beliebt für Schnitz- und Drechselarbeiten.

Der Name Mehlbeere stammt wahrscheinlich daher, dass die reifen, getrockneten Früchte früher dem Brotmehl beigemischt wurden, allerdings eher in Notzeiten. Vögel wie Drosseln, Dompfaffen, Seidenschwänze sowie Mäuse und Wildschweine fügen die Beeren auch heute noch gerne ihrer Ernährung hinzu.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Freiburg im Breisgau / Veröffentlicht am 28.03.2024

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