„Safe Party People“ Projekt klärt über Lachgas als Partydroge auf

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Der Verein Basis und die Schutzmänner vor Ort führen eine Aufklärungskampagne durch, um Geschäftsleute über die Wirkungen und Risiken des weit verbreiteten Party-Trends Lachgas zu informieren.

Christian Vierling und Tobias Fabi vom Projekt „Safe Party People“ des Vereins Basis haben bereits rund 60 Kioske im Bahnhofsviertel und in der Innenstadt von Frankfurt besucht. Gemeinsam mit den Schutzmännern vor Ort sprechen sie die Inhaberinnen und Inhaber sowie Verkäuferinnen und Verkäufer auf den beliebten Party-Trend von jungen Leuten an: Lachgas. Sie diskutieren über den kurzen Rausch des Treibmittels aus Kartusche und Luftballon, über mögliche Risiken und worauf junge Partygängerinnen und -gänger beim Kauf achten sollten, um problematische Situationen zu vermeiden.

Dr. Artur Schroers, der Leiter des Drogenreferats, betont, dass die persönliche Ansprache der Aktion sehr gut ankommt und die Zusammenarbeit zwischen Drogenreferat und freien Trägern im Bereich Prävention effektiv ist. Die schnelle Umsetzung von Impulsen und Informationen über neue Trends in konkrete Aktionen sei ein Beweis dafür.

Das Drogenreferat hatte bereits 2021 auf den Hype um Lachgas hingewiesen. Die jährliche Befragung von Schülerinnen und Schülern hatte steigende Konsumzahlen bei jungen Menschen, insbesondere in Partyszenen, gezeigt. Der Trend setzte sich fort, und im folgenden Jahr gaben bereits 17 Prozent der 15- bis 18-Jährigen an, Lachgas konsumiert zu haben.

Christian Vierling von „Safe Party People“ stellt fest, dass der Hype um Lachgas weiterhin ungebrochen ist. Die großen Flaschen in Partygröße seien mittlerweile präsenter, und viele Geschäftsleute berichteten, dass Vertreterinnen und Vertreter aggressiv werben, um die großen Lachgasflaschen ins Sortiment aufzunehmen.

Die Reaktionen auf die Aufklärungskampagne seien vielfältig, so Vierling. Einige Geschäftsleute gehen offen mit den Verkäufen um, andere reden ungern darüber, und wieder andere lehnen den Verkauf aus Prinzip ab. Die meisten seien überrascht, dass der Verkauf nicht reguliert sei, und einige würden sich spontan entscheiden, Lachgas nicht mehr an Minderjährige zu verkaufen.

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Die Aufklärungskampagne wird von den Regionalräten und der Geschäftsstelle des Präventionsrates gelobt. Das Drogenreferat setzt die Kampagne auf verschiedenen Kanälen fort, einschließlich Infoblättern und einem Info-Video, das sich insbesondere an pädagogische Fachkräfte richtet.

Einige europäische Länder haben bereits mit Verboten oder Zugangsbeschränkungen für Minderjährige auf den Trend reagiert. In Frankreich und Belgien ist die Abgabe an Minderjährige seit Juni 2021 bzw. Februar 2022 verboten, und in den Niederlanden ist der Besitz und Verkauf von Lachgas seit Januar dieses Jahres untersagt. Für Dr. Schroers ist die Aufklärungskampagne in Frankfurt eine angemessene Antwort auf den Trend: „Verbote wirken meist nur sehr bedingt – insbesondere, wenn es um neue Trends bei jungen Menschen geht. Mit sachlicher Aufklärung erreicht man sie eher.“

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Frankfurt / Veröffentlicht am 22.02.2024

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