1,57 Millionen Euro Bußgelder werden für Gemeinwohl ausgeschüttet

Datum:

In Hamburg werden zweimal im Jahr Bußgelder aus Strafverfahren an gemeinnützige Einrichtungen und Vereine verteilt. Im Jahr 2023 standen insgesamt rund 1,57 Millionen Euro zur Verfügung, was deutlich mehr ist als in den Vorjahren. Mehr als 330 Einrichtungen und Vereine profitierten von den Beträgen aus dem Sammelfonds für Bußgelder.

Justizsenatorin Anna Gallina betonte, dass das Engagement der vielen Organisationen und Einrichtungen unverzichtbar sei und vielen Menschen in der Stadt zugutekomme. Sie dankte den Beteiligten für ihren Einsatz für das Gemeinwohl. Der Sammelfonds für Bußgelder unterstützt Projekte in verschiedenen Bereichen wie Opferhilfe, Tierschutz, Umwelt, Kultur, Wissenschaft, Bildung und Erziehung.

Die höchsten Zuweisungen aus dem Sammelfonds gingen an Organisationen wie „Dunkelziffer e.V. – Hilfe für sexuell missbrauchte Kinder“, „Rückenwind – Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation junger Menschen e.V.“, „Zweites Hamburger Frauenhaus e.V.“, „WEISSER RING e.V. – Landesbüro Hamburg“ und „Hamburger Fürsorgeverein von 1948 e.V.“. Die übrigen Einrichtungen erhielten vorwiegend Beträge im vierstelligen Bereich.

Die Gelder werden in verschiedenen Fördergebieten wie Kinder- und Jugendhilfen, Verkehrserziehung, Gesundheitsberatung, Natur- und Umweltschutz sowie Wissenschaft, Bildung und Kunst verteilt.

Zusätzlich zu den 1,57 Millionen Euro aus dem Sammelfonds für Bußgelder gab es im letzten Jahr auch Direktzuweisungen. Dabei werden Gelder nicht den Fördergebieten zugewiesen, sondern direkt an bestimmte Vereine und Einrichtungen verteilt. Im Jahr 2023 beliefen sich die Direktzuweisungen auf rund 109.000 Euro, auch hier eine Steigerung gegenüber den Vorjahren.

Das Verfahren zur Verteilung der Bußgelder ist transparent gestaltet: Gerichte und Staatsanwaltschaften weisen die Bußgelder den einzelnen Fördergebieten zu, und unabhängige Gremien verteilen sie an die Einrichtungen. Trotz dieser Verteilung bleibt die Möglichkeit von Direktzuweisungen aufgrund der richterlichen Unabhängigkeit bestehen.

Empfehlenswert:  600 E-Taxen in Hamburg beim Projekt "Zukunftstaxi"

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Hamburg/ Veröffentlicht am 16.02.2024

beliebt

könnte auch interessant sein
ähnliche

Friedhöfe Solingen: Respektvoller Umgang mit Hunden gefordert

Die Friedhofsverwaltung Solingen macht erneut auf Missstände durch freilaufende...

Stuttgart startet Übernachtungssteuer: 3 € pro Nacht ab Juli 2026

Ab dem 1. Juli 2026 führt Stuttgart eine Übernachtungsabgabe...

Reeperbahn: Dauerhafte Rad- und Busspuren ab März 2026

Dauerhafte Rad- und Busspuren auf der Reeperbahn: LSBG setzt...

Murmiland 2026: Murmelbahnen, Abenteuer & Spaß für Groß und Klein

Vom 7. März bis 1. April 2026 verwandelt sich...